Windischeschenbach
24.04.2026 - 10:23 Uhr

Ikonen des Blues begeistern am Schafferhof

Mit Abi Wallenstein, San2 und Ludwig Seuss gastierten gleich drei hochkarätige Vertreter der europäischen Blues- und Boogie-Woogie-Szene am Schafferhof.

Mit Ludwig Seuss, Abi Wallenstein und San2 (von links) begeisterten gleich drei Ikonen des Blues und Boogie Woogie beim Konzert am Schafferhof. Bild: prh
Mit Ludwig Seuss, Abi Wallenstein und San2 (von links) begeisterten gleich drei Ikonen des Blues und Boogie Woogie beim Konzert am Schafferhof.

Als Ikonen des Blues hatte Schafferhof-Wirt Reinhard „Kitty“ Fütterer Abi Wallenstein, Ludwig Seuß und San2 angekündigt. Er hatte dabei nicht übertrieben. Die drei Musiker servierten am Donnerstagabend in der Tenne des Schafferhofs feinste, abwechslungsreiche Blueskost, vom rauen Delta Blues bis zum virtuosen Piano-Boogie.

Extra mit dem Zug aus Hamburg war Abi Wallenstein angereist. Während er hierzulande eher unbekannt ist, gilt er im Norden unseres Landes als „Vater der Hamburger Bluesszene“ und in Fachkreisen als eine der herausragenden Bluesgrößen in Europa. Bereits neun Mal wurde er mit dem German-Blues-Award ausgezeichnet und kann auf mehr als 55 Jahre Bühnenerfahrung zurückblicken. Seine scheinbar einfache Spielweise, die von rhythmischen Bassläufen und gleichzeitig gespielten Akkorden und Melodie-Linien geprägt ist, faszinierte das Publikum von Beginn an. Dazu seine Stimme: authentisch und überzeugend, so wie er selbst. Kaum zu glauben, dass der hagere Musiker mit dem schwarzen Hut und seiner warmen Ausstrahlung im Dezember letzten Jahres seinen 80. Geburtstag feiern konnte.

Begleitet wurde er vom Ausnahmesänger und einem der besten Bluesharper Europas, San2. Er fühlt sich im Schafferhof immer wie in seinem „Wohnzimmer“. Mit jeder Phase seines Körpers, vor allem mit seiner unglaublichen Stimme und seinem ausdruckstarken Harp-Spiel, gab er sich seiner Musik hin. Der Dritte im Bunde war schließlich Ludwig Seuss am Piano und am Akkordeon. Seuss ist nicht nur Keyboarder der „Spider Murphy Gang“ sondern auch ein Meister des Boogie Woogie und herausragender Zydeco-Akkordeonist.

Gemeinsam servierten und zelebrierten die drei ein abwechslungsreiches Blueskonzert, das die Zuhörer von Beginn an begeisterte und mit stehenden Ovationen endete. Mit viel Gefühl und großem musikalischen Können spielten sich die drei durch die große Bandbreite des Blues. Vom „Mojo Boogie“ über den „Hoodo Man Blues“, der Ballade „Same old Blues“ von Freddie King bis zu „Honky Tonk Woman“ von den Rolling Stones, boten sie ein abwechslungsreiches Konzert, in dem jeder der drei Ikonen genügend Raum für seine eigenen Interpretationen bekam. Mit dem Gute-Nacht-Lied „Good night Irene“ endete ein Konzert, das den Zuhörern echte „Blues Vibes“ vermittelte.

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