12.05.2019 - 17:30 Uhr
WindischeschenbachOberpfalz

Investition in die Zukunft

"Ich bin heute gerne in die nördliche Oberpfalz gekommen", sagt Innenminister Joachim Herrmann am Sonntag bei der Einweihung der generalsanierten Mehrzweckhalle und kündigt gleich einen weiteren Besuch im Herbst an.

Wenn Bund und Freistaat Förderprogramme auflegen, darf der Bürgermeister Karlheinz Budnik (vorne, Zweiter von rechts) schon mal die Hand aufhalten. 2,9 Millionen Euro bekommt Windischeschenbach für die Generalsanierung der Mehrzweckhalle. Innenminister Joachim Herrmann (vorne, rechts) nimmt am Sonntag am ökumenischen Gottesdienst und am Festakt teil.
von Michaela Lowak Kontakt Profil
Architekt Josef Schöberl (links) übergibt im Beisein von Innenminister Joachim Herrmann und Konrektorin Antonia Wiehle den symbolischen Schlüssel an Bürgermeister Karlheinz Budnik (rechts).
Innenminister Joachim Herrmann trägt sich ins Goldene Buch ein.
Innenminister Joachim Herrmann spricht bei der Einweihung der generalsanierten Mehrzweckhalle.
Innenminister Joachim Herrmann und Bürgermeister Karlheinz Budnik.

Für den Festakt mit Innenminister Joachim Herrmann war die Mehrzweckhalle herausgeputzt. Schmucke Bäumchen standen neben den Stuhlenreihen und an der Stirnseite hingen die Fahne mit dem Windischeschenbacher Stadtwappen sowie die Bayern- und die Deutschlandfahne. Links neben dem Rednerpult hatte sich die Kapelle positioniert. Gemeinsam schmettern Musiker der Stadtkapelle und der Neuhauser Boum - das gab's bei einem offiziellen Termin noch nie - "Großer Gott, wir loben dich", erstes Lied des Wortgottesdienstes. "Es gehört dazu, dass wir Gott loben", sagte Pfarrer Hubert Bartel. Sein evangelischer Kollege Christoph Zeh spielte auf "Jubilate" an. "Dieser Tag passt zu diesem Anlass sehr gut."

Gut gelaunt begrüßte Bürgermeister Karlheinz Budnik die vielen Ehrengäste aus Politik, Wirtschaft, Schule und die Vertreter der Vereine, die große Geduld bewiesen haben. Der Rathauschef gab zu, nicht lange gefackelt zu haben, als er von den Fördermöglichkeiten gehört habe. "Als die Zusage kam, haben wir Nägel mit Köpfen gemacht." Die Mehrzweckhalle sei ein fester Bestandteil des sportlichen und kulturellen Lebens. "Ich freue mich, die Halle heute übergeben zu können, denn es ist Ihre Halle", rief er den Gästen zu.

Innenminister Herrmann sprach von einem Kraftakt. Damit meinte er nicht nur die vielen anpackenden Hände in den vergangenen Monaten, sondern auch die Kosten, die Windischeschenbach ohne Förderung nicht hätte stemmen können. 2,9 Millionen Euro an Fördergeld habe die Stadt erhalten. "Starke Kommunen sind wichtig", sagte Herrmann. "Und wichtig sind auch engagierte Kommunalpolitiker wie sie, Herr Bürgermeister", lobte er. Auch wenn die Stadt Stabilisierungskommune sei: "Windischeschenbach ist handlungsfähig und kann anpacken trotz aller Probleme." Der Landkreis Neustadt sei heute wirtschaftlich stärker als noch vor 30 Jahren. Die Region habe davon profitiert, dass es keinen Eisernen Vorhang mehr gebe. Herrmann kündigte für Oktober oder November gleich einen weiteren Besuch an. "Wenn wir den ersten Teil des neuen Ausbildungszentrums eröffnen." Damit in die nördliche Oberpfalz zu gehen, sei auch eine strukturpolitische Entscheidung gewesen.

Architekt Josef Schöberl, der die Generalsanierung von Beginn an mit begleitet hat, verwies auf die großartige Leistung aller am Bau beteiligten Firmen. Die Sanierung sei auch ein wichtiger Schritt für die Zukunft des Schulstandorts Windischeschenbach gewesen. Oberstes Ziel sei gewesen, künftig 40 Prozent Energie einzusparen, doch alle anderen umfassenden Maßnahmen seien wichtig gewesen, wie etwa die optische Aufwertung. "Die Stadt kann stolz sein, vorausschauend und sinnvoll in den Schulstandort investiert zu haben", sagte er. Symbolisch überreichte er den Schlüssen an den Bürgermeister und an Konrektorin Antonia Wiehle.

Nach dem Segen, den Pfarrer Bartel und Pfarrer Zeh erteilten, trug sich Herrmann noch ins Goldene Buch der Stadt ein.

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