03.11.2019 - 12:33 Uhr
WindischeschenbachOberpfalz

Klangstark ganz ohne Show

Einen herbstlich bunten Melodienstrauß präsentieren die „Oberpfälzer Weiher Musikanten“ beim „Böhmischen Herbst“. Der Saal des Gasthauses „Weißer Schwan“ ist fast komplett voll. Die Gäste genießen gepflegte böhmische und bayerische Weisen.

Die „Oberpfälzer Weiher Musikanten“ mit Leiter Arne Mack
von Redaktion ONETZProfil

Was ihnen geboten wurde, waren Klänge einerseits mit dem typisch feinen und weichen Klangbild, wie man es von Ernst Mosch und seinen Egerländern kennt, aber auch mit fulminanten Konzert- und Bravourstücken. Das alles ganz ohne ablenkende Showeffekte.

Die mit zwei Franken garnierten, sonst aus dem Großraum Weiden bis Wiesau und Auerbach stammenden 15 Musiker um Leiter Arne Mack, darunter drei Damen, traten erstmals in der Stadt auf und überzeugten ihre Fans. Deren Stimmungsbarometer steigerte sich von Mitklatschen und Mitschunkeln über „Bravo“-Rufe und Juchzer bis hin zum Mitsingen und stehenden Applaus am Ende. Der Entschluss, eine Blaskapelle zu gründen, die „a weng anders“ spielt, reifte vor etwa vier Jahren am Weiher des Dirigenten – daher der Name des Ensembles. Seither probt man regelmäßig und verzeichnet Auftritte in der gesamten Region.

Der musikalische Leiter Arne Mack hatte die Musikanten, die einen voluminösen Klangkörper bildeten, voll im Griff, variierend in Dynamik und Tempi. Das schaffte er sowohl mit nur kleinen Dirigiergesten als auch mit ausladenden breiten Armschwingen oder energischem Körpereinsatz.

Beeindruckend seine kurzen, prägnanten Anweisungen beim jeweiligen Auftakt. Da erzeugten die vier Hörner, die zwei Posaunen und die Tuba den vollen, warmen Klang, schmetterten die fünf Trompeten, jubilierten die zwei Klarinetten. Verschmitzt und gekonnt wirbelte an den Drums Reinhold Lehner, ein Schlagzeuger mit Leib und Seele. Moderatorin Brigitte Beer, die informativ und humorvoll mit kleinen Witzen und Gedichten durch den Abend führte, brachte mit dem Hornisten Harald Faltenbacher als gefühlvolles Gesangsduo ein wohlklingendes Timbre in die Musik ein.

Furios gleich der Beginn mit dem Konzertmarsch „Im Glanz der Sterne“ von den „Kinzbach Musikanten“, ge-folgt von dem Mosch-Potpourri „Blasmusik klingt so“ mit „Wir sind Kinder von der Eger“, „Egerland, Heimatland“ oder „Auf der Vogelwiese“. Natürlich erklangen bekannte Gassenhauer, sei es der „Mondschein an der Eger“, der Walzer „Böhmischer Wind“, das „Lied von der Maschenka mit schwarzen Augen und schwarzem Haar“, die „Böhmische Liebe“ oder die lang erwartete „heimliche Nationalhymne“, der „Böhmische Traum.“

Doch damit war das Repertoire der „Weiher Musikanten“ beileibe nicht erschöpft. Neben dem berühmten Militärmarsch „Deutschlands Waffenehre“ des „Marschkönigs“ Hermann Ludwig Blankenburg mit fast sinfonischem Charakter imponierten vor allem die vielen, schmissig vorgetragenen Schnellpolkas und die eher getragenen Polkas von böhmischen Komponisten wie Karel Vacek und Karel Pátivy sowie die Arrangements von Franz Bummerl und Ernst Hutter. Auch der Kapelle muss es gefallen haben. Nach über drei Stunden erhörte sie bereitwillig die „Zugabe-Rufe“ gleich mit vier weiteren Stücken.

Die „Oberpfälzer Weiher Musikanten“ mit Leiter Arne Mack
Die zwei Klarinettistinnen sorgen für jubilierende Zwischenklänge und kurze Soli.
Unterstützung mit Gesang durch Moderatorin Brigitte Beer und Hornist Harald Faltenbacher.
Eine fröhliche Truppe
Unterstützung mit Gesang durch Moderatorin Brigitte Beer und Hornist Harald Faltenbacher.
Unterstützung mit Gesang durch Moderatorin Brigitte Beer und Hornist Harald Faltenbacher.
Das Publikum ist begeistert, klatscht, schunkelt und am Ende gibt es stehende Ovationen.
Unterstützung mit Gesang durch Moderatorin Brigitte Beer und Hornist Harald Faltenbacher.
Unterstützung mit Gesang durch Moderatorin Brigitte Beer und Hornist Harald Faltenbacher.
Das Publikum ist begeistert, klatscht, schunkelt und am Ende gibt es stehende Ovationen.
Das Publikum ist begeistert, klatscht, schunkelt und am Ende gibt es stehende Ovationen.
Das Publikum ist begeistert, klatscht, schunkelt und am Ende gibt es stehende Ovationen.

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