Windischeschenbach
12.02.2026 - 12:08 Uhr

"Landkreisschlagzeuger" Konrad Steiner stirbt mit 64 Jahren

Er trommelte im ganzen Landkreis Neustadt/WN für die Blasmusik. Der gebürtige Parksteiner Konrad Steiner war in zahlreichen Kapellen aktiv. Er verstarb am 6. Februar auf der Palliativstation in Weiden.

Konrad Steiner wird bei einigen Blaskapellen rund um Neustadt/WN eine große Lücke hinterlassen. Der geschätzte "Landkreisschlagzeuger" starb am 6. Februar in der Palliativstation in Weiden. Archivbild: Gabi Schönberger
Konrad Steiner wird bei einigen Blaskapellen rund um Neustadt/WN eine große Lücke hinterlassen. Der geschätzte "Landkreisschlagzeuger" starb am 6. Februar in der Palliativstation in Weiden.

Eine große Lücke wird der gebürtige Parksteiner Konrad Steiner nicht nur in seiner Familie, sondern auch in vielen Blaskapellen rund um Neustadt/WN hinterlassen. Der "Landkreisschlagzeuger", wie er von Freunden und Musikanten genannt wurde, ist am 6. Februar auf der Palliativstation in Weiden verstorben. Er wurde 64 Jahre alt. Um den Verstorbenen trauern seine Geschwister Gitte, Irmgard, Alfons und Gisela sowie seine Patenkinder Christian und Dominik.

Alfons Steiner, musikalischer Leiter der Jugendblaskapelle Parkstein, wird den letzten "Auftritt" seines jüngeren Bruders Konrad nicht vergessen: "Er hat mir an meinem 70. Geburtstag am 23. Januar zusammen mit der Blaskapelle noch ein Ständchen gespielt." Dies zeigt, dass Konrad Steiner noch in seiner letzten Lebensphase mit großer Leidenschaft am Schlagzeug saß und seinen Freunden in der Blaskapelle den Takt vorgab.

Der gelernte Gas- und Wasserinstallateur lernte mit 14 Jahren das Schlagzeugspielen. Er trommelte regelmäßig in vier Musikkapellen und tingelte dafür über Jahrzehnte durch den ganzen Landkreis. Die Bezeichnung "Landkreisschlagzeuger" hat er sich demnach redlich verdient. Die ersten Gehversuche machte Steiner als junger Bursch in der Jugendblaskapelle Neuhauser Boum. Dann war er bei der Jugendblaskapelle Parkstein, der Blaskapelle Oberwildenau, der Blaskapelle Flossenbürg und der Stadtkapelle Neustadt/WN aktiv.

Der Neustädter Blaskapellen-Chef Karl Wildenauer beschrieb den Schlagzeuger vor einigen Jahren: "Der Konrad ist äußerst zuverlässig und hat eine sehr schnelle Auffassungsgabe. Er ist einer der Dienstältesten hier in der Kapelle." Tatsächlich musizierte Steiner über 35 Jahre lang in dem Neustädter Ensemble. Sein Bruder Alfons kann dem nur zustimmen: "Konrad war ein sehr sozialer Mensch. Er hat jedem geholfen, der seine Hilfe gebraucht hat."

Konrad Steiner war 25 Jahre bei der Firma Nachtmann beschäftigt. Eine weitere berufliche Station war die Firma Reichart bei Hahnbach. Seine Zuverlässigkeit schätzten zuletzt auch seine Kollegen vom Bauhof der Gemeinde Waldthurn. In den vergangenen Jahren lebte er bei seiner Schwester Gisela in Windischeschenbach. Im Vordergrund stand für den leidenschaftlichen Schlagzeuger jedoch immer die Blasmusik – am liebsten die der Egerländer. In einem Interview mit Oberpfalz-Medien meinte er 2021, dass er das Miteinander und die Bekanntschaften, die ihm das Musizieren bescherte, sehr genoss.

Und so werden sich zahlreiche Weggefährten aus den verschiedenen Blaskapellen beim Requiem am Samstag, 28. Februar, um 10 Uhr in St. Pankratius in Parkstein von ihrem geschätzten Freund und Schlagzeuger Konrad Steiner musikalisch verabschieden.

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Neustadt an der Waldnaab15.10.2021
 
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