08.07.2020 - 13:47 Uhr
WindischeschenbachOberpfalz

Leichenhalle ist in die Jahre gekommen

Die Leichenhalle auf dem Friedhof in Windischeschenbach stammt aus den 1980er-Jahren. Die Mitglieder des Bauausschusses sind sich einig: Das Gebäude muss saniert werden.

Auf den ersten Blick macht die Leichenhalle auf dem Windischeschenbacher Friedhof einen guten Eindruck, doch bei genauerem Hinsehen zeigen sich einige Alterserscheinungen. Sanierungsbedarf ist vorhanden, findet der Bauausschuss.
von Michaela Lowak Kontakt Profil

Zum Ortstermin traf sich der Bauausschuss auf dem Friedhof. Die Leichenhalle, die auf den ersten Blick einen guten Eindruck macht und im Vergleich zu anderen Orten modern und großzügig gestaltet ist, weist Sanierungsbedarf auf. Das Friedhofsareal gehört zwar der Kirche, doch das Gebäude der Stadt Windischeschenbach. Daher ist diese auch für Baumaßnahmen zuständig.

Robert Sperber von der Kirchenverwaltung, der sich seit Jahren ehrenamtlich um den Friedhof kümmert, führte die Mitglieder des Bauausschusses durch das Gebäude. Die Aussegungshalle ist ein gläserner Rundbau, der durch mehrere Türen fast komplett geöffnet werden kann. Dahinter befinden sich die Räume, in denen die Särge aufbewahrt werden. "Wir hätten Platz für vier Särge gleichzeitig", erklärte Sperber. Doch diesen Platz habe man noch nie gebraucht. "Allerdings hatten wir im April 26 Urnen hier", erinnerte er an die vielen Todesfälle. Verschiedene Lagerräume und Toiletten schließen sich an. Als das Leichenhaus in den 1980er-Jahren gebaut wurde, sah das Gesetz damals vor, dass ein Seziertisch vorhanden sein musste. "Als das Gebäude dann fertig war, hat sich das Gesetz wieder geändert", sagte Bürgermeister Karlheinz Budnik. Und der Tisch aus Edelstahl steht seitdem in einem Lagerraum.

Doch noch ein Serenadensommer

Windischeschenbach

Sanierungsbedarf besteht vor allem an den Türen. Der Bau ist aus Holz, dass seit über 30 Jahren der Witterung ausgesetzt ist. Erich Sperber schlug vor, mit einem Fachmann alles durchzugehen und sich dann ein gutes Konzept zu überlegen. Thomas Wilhelm wollte wissen, mit welchen Stromtarifen die Nachtspeicheröfen laufen. Markus Herrmann erkundigte sich nach dem Dach und Anne Droste nach Schimmel. Beides konnte Sperber verneinen.

Rainer Hecht von der Bauverwaltung umriss grob den Sanierungsbedarf. Dazu gehören neben den Türen, die Dachrinnen, Silikonfugen und eine Mauer, die gestrichen werden sollte. Im Haushalt ist dafür Geld eingeplant. Das Gremium war sich einig, dass Handlungsbedarf besteht. Nun solle geprüft werden, wie weit man mit den vorgesehenen Mitteln komme.

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