06.01.2019 - 10:55 Uhr
WindischeschenbachOberpfalz

Musik lässt Ruhe einkehren

Wer an den Weihnachtsfeiertagen nicht zur Ruhe gekommen ist, für den gab es am Samstag nochmals Gelegenheit und eine reichliche Dosis weihnachtliche Stimmung, Gedanken, Musik und Gesang.

Besinnliche Stunde
von Inge WürthProfil

Eingeladen hatten zu dieser schon seit vielen Jahren zur Tradition gewordenen Veranstaltung die Trachtenvereine des Gebiets Nord - der Landkreise Tischenreuth, Neustadt und Weiden. Organisator Florian Busl begrüßte Mitwirkende und Besucher. Ruhige Stücke zum Nachmittag trug die "Kleine Veeh-Harfen Musik" bei, die mit vier Spielern "Hirtenmusik aus Kärnten", "Besinnliche Weise" oder "In der warmen Stub'n" vortrugen.

Die Befürchtungen, dass der Name Programm sein könne, bewahrheitete sich nicht bei der Tirschenreuther Instrumental-Gruppe "Die letzt'n Gwietscher", die durchaus harmonische Melodien beisteuerten, so den "Krippenboarischen" oder eine "Hirtenweise". Hingucker bei den Darbietungen waren die besonderen Instrumente: neben der Gitarre kam teils der "Böhmische Bock" zum Einsatz, eine Art Dudelsack und die "Schwegelpfeife", eine besondere Querflöte. Für den Gesang zuständig war das Duo des "Josefshofer Hausgsang". "Überall so finster" sangen sie, beschrieben die Stimmung im winterlichen Wald, wenn ein Stern aufsteigt und der "Heiland als Kindl" auf die Welt kommt.

"Gebt's dem Kinderl a Winderl", beschäftigte sich mit der Sorge um die grundlegenden Bedüfnisse des kleinen Kindes und legte nahe, warme Socker'l an'd Füß, Honig ans Duzzerl zu geben und Naserl und Goscherl trocken zu wischen. Josef Sterr trug eine witzige Geschichte vor, in der spanische und deutsche Bräuche zu Komplikationen führen. Weil die Geschenke in Spanien erst die Heiligen Drei Könige mitbringen, sie aber ihren deutschen Freunden nicht nachstehen möchten, machen Juan und Carmen sich auf, um den Königen entgegenzugehen. Am Ende des abenteuerlichen Ausflugs beschließen sie, auf jeden Fall Einheimische zu heiraten, weil dann ja die Geschenke das Christkind bringt.

Ein anderer Text beschrieb "Daran will ich glauben" - dass das Leben das größte Geschenk ist. Ruth Würner beschäftigte sich ebenfalls mit dem "Wunder der Weihnacht" und erinnerte sich "so war es damals" an die Vergangenheit, wo sie als Kind mühsam versucht hatte, aus Holzstückchen eine Figur zu schnitzen und dann glücklich war, ein Kripperl geschenkt zu bekommen. Gabi Härtl las vom Schutzengel, der seine Anbefohlenen auch im Dunkel an der Hand hält. Ein gemeinsam gesungenes "Großer Gott wir loben dich" beendete die besinnliche Stunde.

Kleine Veeh-Harfen Musik
Kleine Veeh-Harfen Musik
Kleine Veeh-Harfen Musik
Ruth Würner
Begrüßung durch Florian Busl.
Die letzten Gwietscher: neben Gitarre mit den besonderen Instrumenten "Böhmischer Bock" (hinten) und "Schwegelpfeife (links).
Die letzten Gwietscher: neben Gitarre mit den besonderen Instrumenten "Böhmischer Bock" (hinten) und "Schwegelpfeife (links)
Die Damen des "Josefshofer Hausgsang"
Die Damen des "Josefshofer Hausgsang"

Für Sie empfohlen

 

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.