Noch im Februar hatte Hans Franz aus Neuhaus beruflich in der Ukraine zu tun. Die Firma Nexans aus Floß hat dort eine Niederlassung, die der 58-jährige Projektingenieur zusammen mit Kollegen besuchte und die er aufgrund des Kriegsgeschehens Hals über Kopf verlassen musste. Als sich am Mittwochabend die traurige Nachricht von seinem plötzlichen Tod herumsprach, waren viele einfach nur sprachlos. Auch in der Stadtratssitzung herrschte zunächst einmal bedrückendes Schweigen, als Bürgermeister Karlheinz Budnik dem Gremium vom unfassbaren Tod des einstigen Stadtratskollegen berichtete. Franz saß für die Freien Wähler von 1996 bis 2008 im Rat und war eine Periode lang Fraktionssprecher. Bei den Kommunalwahl 2002 und im März 2020 war Franz als Bürgermeisterkandidat für die Freien Wähler angetreten.
Kurz vor seinem Geburtstag am 19. März musste der beliebte Neuhauser ins Krankenhaus eingeliefert werden. Um ihn trauern Ehefrau Irmy und Tochter Tabea. Das Requiem beginnt am heutigen Freitag um 15 Uhr in der Heilig-Geist-Kirche in Neuhaus. Die Beisetzung am Friedhof in Windischeschenbach schließt sich an.
Hans Franz engagierte sich seit 1996 bei den Freien Wählern in Windischeschenbach, war Gründungsmitglied und lange Zeit Vorsitzender. Außerdem war er fleißiger Chorsänger und Vorsitzender des Männergesangvereins Harmonie Neuhaus. In seiner Freizeit führte er Besuchergruppen durchs Kommunbrauhaus und besuchte regelmäßig die Montagskartenrunde beim Zoigl in Neuhaus.













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