27.12.2018 - 11:28 Uhr
WindischeschenbachOberpfalz

Pakete packen wie am Fließband

Pfadfinder unterstützen auch heuer die Weihnachtstrucker-Aktion und knacken so ganz nebenbei einen kleinen Rekord. Mehr als 300 Päckchen schicken sie heuer auf die Reise.

Pfadfinder Windischeschenbach packen für die Weihnachtstrucker-Aktion: Jeder packte "seinen" Gegenstand in den Karton.
von Miriam SperberProfil

Schon mehrere Jahre unterstützen die Pfadfinder Windischeschenbach die Weihnachtstrucker-Aktion der Johanniter. Hierbei geht es darum, ärmeren Familien in den osteuropäischen Ländern zum Weihnachtsfest Lebensmittelpakete zu schicken, um die Armut in der Weihnachtszeit etwas zu lindern.

Die Pakete werden von Freiwilligen an Weihnachten in Länder wie Rumänien, Bosnien und Albanien gebracht. Von dort aus werden die Pakete an Familien, Kinderheime, Seniorenheime und Einrichtungen von Menschen mit Behinderung verteilt. In den Sommermonaten können sich die Familien durch Ackerbau selbst versorgen. In den Wintermonaten ist dies jedoch nicht möglich. Somit helfen die Lebensmittel den Personen über die kalten Monate.

In die Schachtel kommen neben Grundnahrungsmittel wie Öl, Zucker, Mehl, Nudeln und Reis auch Hygieneartikel wie Duschgel und Zahnbürsten. Außerdem gibt es ein Geschenk für Kinder. In diesem Jahr wurden Stifte und ein Ball eingepackt. Als besonderen Service bieten die Pfadfinder an, gegen eine Spende die Pakete zusammenzustellen. Insgesamt packten die Pfadfinder 250 Pakete, 78 Pakete wurden bereits fertig abgegeben, das macht insgesamt 318 Päckchen, unter anderem auch von der Grund- und Mittelschule in Windischeschenbach und der Krabbelgruppe. Das Packen nimmt mit den Jahren immer größere Dimensionen an: Heuer standen 13 Rollis voll mit Lebensmittel in der Halle. Nach dem Packen waren es elf Paletten mit Paketen, die auf die Abholung am nächsten Tag warteten. Das Packen läuft nach den ersten 50 Kisten automatisiert: Die Lebensmittel müssen immer exakt an die gleiche Stelle gerückt werden, damit der Platz in der Schachtel möglichst effizient genutzt werden kann. Alles in allem sind es fast 3,5 Tonnen an Lebensmittel und Hygieneprodukten, die die Pfadfinder auf die Reise schickten. Das machte die Organisatoren Thomas Schedl und Magdalena Kraus stolz: „So viele Pakete gab es noch nie.“

Die Kartons hatte das Kartonagenwerk Liebenstein gespendet, die Tankstelle Menner, die Packlisten und Kartons für Selbstpacker bereithielt, und an Familie Robert Sperber, deren Werkstatt zur Pack- und Lagerhalle umfunktioniert wurde.

Die Pfadfinder Windischeschenbach packen für die Weihnachtstrucker-Aktion: Jeder packte "seinen" Gegenstand an einen bestimmten Platz im Karton.
Die Pfadfinder Windischeschenbach packen für die Weihnachtstrucker-Aktion: Jeder packte "seinen" Gegenstand an einen bestimmten Platz im Karton.
Die Krabbelgruppe übergibt den Pfadfindern auch ein Paket.

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