16.07.2019 - 09:35 Uhr
WindischeschenbachOberpfalz

Segen für feuerrote Fahne

In 150 Jahren Feuerwehr Windischeschenbach ist es die dritte Fahnenweihe. Und die ist am Sonntag ganz traditionell gefeiert worden.

Fahnenbraut Nicole Münchmeier heftet ihr Fahnenband an die Fahne.
von Ernst FrischholzProfil

Der Festsonntag war zweifelsohne der Höhepunkt des Jubeljahrs. Die letzte Fahnenweihe lag immerhin 50 Jahre zurück. Am Rathaus stellten sich die Jubelwehr mit Festbraut Nicole Münchmeier, den Wehren der Stadt, der Patenwehr aus Feuerwehr, Vereinen und Ehrengästen auf. Darunter Ehrenschirmherr Landrat Andreas Meier, Bürgermeister Karlheinz Budnik, Kreisbrandrat Marco Saller, der Bundestagsabgeordnete Albert Rupprecht sowie die Mitglieder des Stadtrats.

Hinter der Stadtkapelle führten die Festkinder den Kirchenzug an. Sie trugen die verhüllte Fahne zur Kirche St. Emmeram. Beim Festgottesdienst setzte Pfarrer Hubert Bartel ein Zeichen „pro Feuerwehr“, indem er die Messfeier in der Feuerwehruniform zelebrierte. In der Predigt stellte er fest, dass das Evangelium vom Samariter wie kein anderes zu diesem Anlass passe. So wie man im Evangelium an dem verletzten Mann vorbeigegangen ist, laufe es auch heute. Man gaffe, mache Bilder und behindert jene Samariter, die helfen wollen und dadurch oft nicht könnten. "Die Einsatzkräfte leben Nächstenliebe in einem Ausmaß, das man oft nicht sieht." Bartel weiter: "Die Fahne steht für die Gemeinschaft und wenn wir sie segnen, bitten wir Gott, dass er uns bei Einsätzen so begleitet wie die Fahne die Feierlichkeiten."

Dann präsentierten die Vorsitzenden Christian Münchmeier und Robert Mark zusammen mit der Fahnenbraut zum ersten mal die neue Fahne. Münchmeier und Mark übergaben sie an Fahnenjunker Josef Meyer. Am Schluss des Gottesdienstes, den die Stadtkapelle sowie Helmut Wolf an der Orgel umrahmten, wurden die Fahnenbänder übergeben. Den Anfang machte die Patenwehr, die dann das zweite Fahnenband für ihre eigene Fahne zurückbekam. Die Feuerwehren Wildenreuth und Neuhaus als Patenkinder knüpften weitere Bänder an den Mast sowie auch Schirmherr r Budnik, dessen Fahnenband den Verstorbenen gewidmet ist. Den Abschluss machte dann die Fahnenbraut Nicole. Die Weihe endete mit der gemeinsam gesungenen Feuerwehrhymne. Im Festzug ging es dann unter den Klängen der Stadtkapelle zum Weißwurstfrühschoppen ins Feuerwehrhaus. Nachmittags folgte das Familienprogramm mit dem Riesenkickerturnier.

Robert Mark und Christian Münchmeier halten die Fahne, die Pfarrer Hubert Bartel segnet. Worte dazu spricht Fahnenbraut Nicole Münchmeier
Fahnenjunker Josef Meyer präsentiert die andere Seite der Fahne
Die noch verhüllte Fahne wird zur Kirche getragen.
Die Festkinder führen hinter der Stadtkapelle den Kirchenzug an.
Nach dem Gottesdienst der Festzug zum Feuerwehrhaus.
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