29.07.2019 - 12:30 Uhr
WindischeschenbachOberpfalz

Sommerkonzert im Geo-Zentrum beim Bohrturm Windischeschenbach

Nicht nur das Sommerkonzert im Geo-Zentrum beim Bohrturm Windischeschenbach scheint inzwischen ein fester Brauch zu werden, sondern auch das heiße Sommerwetter an diesem Abend.

Von links: Flötistin Viola Schweinfurter, Arthur F. Wendt (Violine), an der Viola Anna David, sowie Michael Gareis (Violoncello)
von Autor gagProfil

Humorvoll begrüßte der wissenschaftliche Leiter Frank Holzförster das Publikum "am heißesten Tag des Jahres" im gut temperierten Obergeschoss des Geo-Zentrums. "Für die Musiker ist das heute Entspannung. Denn sogar in Bayreuth soll keine Klimatisierung sein, dort hat es wohl 40 Grad im Konzertsaal".

Das Publikum, größtenteils schon Stammgäste, durfte sich auf ein abwechslungsreiches Programm freuen. Holzförster gab zu, dass dabei auch Komponisten vertreten waren, die nicht jedem bekannt sind. Das Ensemble bestand wieder aus der bekannten Musiklehrerin und Flötistin Viola Schweinfurter aus Bärnau, dem Konzertmeister des Philharmonischen Orchesters des Staatstheaters Mainz, Arthur F. Wendt (Violine), an der Viola Anna David, Mitglied des Kammerorchesters Regensburg und Musiklehrerin sowie Michael Gareis (Violoncello), der seit 30 Jahren dem Philharmonischen Orchester des Landestheaters Coburg angehört.

Das Quartett op. 56 Nr. 2 in D-Moll von Franz Danzi war der ideale Einstieg. Energische Geigenpassagen von Arthur F. Wendt unterstrichen die Triller der Flöte. Beinahe frühlingshafte Klänge genoss das entspannte Publikum. Das Andantino klang ruhig wie ein klarer See, dazu erklangen immer wieder die Flötentriller, die wie Schmetterling über eine Wasserfläche flatterten.

Perfekt korrespondierte dazu die Bilderausstellung im Hintergrund mit großformatigen Landschaftsfotos aus Tschechien und dem Landkreis Tirschenreuth, aufgenommen von Martin Gebhardt. Ruhige Szenen mit besonderer Lichtstimmung, mit Wald, See, Spiegelungen, Schloss oder Kirche im Abenddunst. Die Ausstellung ist noch bis zum 4. August zu sehen. Für drei konzertante Duos von Franz Anton Hoffmeister überließen die beiden Herren die Bühne den Künstlerinnen. Der beschwingte Klang im Rondo zauberte manchem Zuhörer ein Lächeln ins Gesicht.

Nach dem Quartett op. 74 in C-Dur von Andreas Lidel (18. Jh.) strömten die Gäste erst einmal ins Freie zu einer Pause. "Dies wird das letzte Konzert im unbestückten Raum sein" kündigte Holzförster an. Es sei geplant, hier eine Ausstellung zu installieren. Doch die Tradition der Kammerkonzerte, die zur "Expo 2000" begann, soll weitergeführt werden. Der zweite Teil begann mit einem lebendigen Streichertrio von Joseph Haydn in D-Dur. Humorvoll dominierte dabei Arthur Wendt mit seiner Violine. Ein weiteres Quartett von Franz Anton Hoffmeister bildete den klangvollen Abschluss.

Dem langen Applaus geschuldet kündigte Wendt noch "eine Kleinigkeit, eine Petitesse aus Böhmen" an. Es waren Variationen über "O Du lieber Augustin" von Franz Krommer. Herzlich bedankte sich der Hausherr bei den Musikern mit "etwas Kühlem, das man auf dem Balkon genießen kann" und einem Blumenstrauß.

Von links: Flötistin Viola Schweinfurter, Arthur F. Wendt (Violine), an der Viola Anna David, sowie Michael Gareis (Violoncello)
Zum Dank etwas "Flüssiges" und Blumen

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