25.09.2020 - 17:36 Uhr
WindischeschenbachOberpfalz

Stützelvilla: Historischer Charme trifft auf Hightech-Verwaltung

Der Zeitplan steht. Mitte 2024 will das Landesamt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung in die sanierte Stützelvilla in Windischeschenbach einziehen. Die Arbeiten dazu beginnen im Frühjahr 2021.

Ortstermin in der Stützelvilla mit Wolfgang Bauer (vorne, links), Präsident des Landesamtes für Digitalisierung, Breitband und Vermessung.
von Michaela Lowak Kontakt Profil

Nachdem der Haushaltsausschuss des Landtags am Dienstag das 19,3-Millionen-Euro-Bauprojekt für den Behördenstandort Windischeschenbach auf den Weg gebracht hat, gab's am Freitag auf Einladung des Landtagsabgeordneten Tobias Reiß (CSU) einen Ortstermin in der Stützelvilla, um konkrete Pläne für die Sanierung und den Neubau eines Bürotrakts vorzustellen. Neben Landrat Andreas Meier und Windischeschenbachs Bürgermeister Karlheinz Budnik war extra aus München Wolfgang Bauer, Präsident des Landesamtes für Digitalisierung, Breitband und Vermessung (LDBV) in die Oberpfalz gekommen.

LDBV-Präsident schwärmt

"Das wird der schönsten Behördenstandort in ganz Bayern", prognostizierte der Chef des LDBV begeistert. "Historischer Charme trifft auf Hightech-Verwaltung", schwärmte er. An der Außenstelle in Windischeschenbach wird der Teilbereich "Digitale Landkarten Bayern" untergebracht. Bauer dankte allen, die geholfen haben, den Weg für das Projekt freizumachen. "Es hat viele Gespräche im Hintergrund gegeben", sagte er mit Blick auf MdL Tobias Reiß.

Bereits jetzt arbeiten rund 30 Mitarbeiter in zwei Übergangsquartierten in Windischeschenbach. Diese Anzahl soll auf 60 aufgestockt werden. Die Personalgewinnung erfolgt fast ausschließlich über Neueinstellungen vor Ort.

Abriss des Bettentrakts

Im Frühjahr 2021 rollen die Bagger an, um den ehemaligen Bettentrakt des Jugendhauses abzureißen. In etwa an dieser Stelle soll der neue Bürotrakt entstehen, der mit der Villa verbunden ist. Die Projektleitung haben die Architektin Elisabeth Bücherl-Beer und der Diplom-Ingenieur Roman Beer, beide vom Staatlichen Bauamt Amberg Sulzbach.

Besonders freuen sich die Planer, dass ein Teil der historischen Wand- und Deckenmalereien, die bei einer Sanierung 1981/82 abgenommen und eingelagert worden sind, wieder hergestellt werden darf. Dafür hat der Haushaltsausschuss 1,47 Millionen Euro bewilligt. Die Hochbauplanung haben bh Architekten aus Regensburg übernommen und für die Gartengestaltung sind Fetsch Landschaftsarchitekten aus Amberg zuständig.

Haushaltsausschuss des Landtags stellt die Weichen

Windischeschenbach

"Die Heimatstrategie zeigt Wirkung", freut sich Landtagsabgeordneter Reiß. "Auch in Verbindung mit dem Bachelorstudiengang Geoinformatik und Landmanagement an der OTH." Der MdL sprach von einem "Geo-Dreieck" Waldsassen, Windischeschenbach, Weiden als Kompetenzzentrum für Kartographie, Geodaten und digitale Landkarten.

"Da muss wieder Leben rein", sagte Landrat Andreas Meier und dankte allen, die sich mit "Symphatie und Liebe eingebracht haben". Bürgermeister Karlheinz Budnik freute sich über die 60 Arbeitsplätze, die der Stadt guttun.

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