11.10.2019 - 10:18 Uhr
WindischeschenbachOberpfalz

Testfahrt mit dem Kinderwagen

Die Hauptwege auf dem Friedhof waren für gehbehinderte Menschen und Rollstuhlfahrer eine holprige Angelegenheit. Jetzt hat die Kirchenverwaltung Abhilfe geschaffen.

Wenn im Moment gerade kein Rollator zur Verfügung steht, leihen sich Kirchenpfleger Bertwin Fleck (rechts) und der für das Ressort Friedhof zuständige Manfred Riebl (links) kurzerhand schon mal mal einen Kinderwagen zur Testfahrt auf der erneuerten Strecke zur Aussegnungshalle.
von Inge WürthProfil

Versprochen hat es der Kirchenpfleger von St. Emmeram, Bertwin Fleck, schon vor einiger Zeit in der Pfarrversammlung der Pfarreiengemeinschaft Windischeschenbach-Neuhaus, jetzt ist es weitgehend erledigt: Die Kirchenverwaltung wird sich bemühen, Senioren mit Gehhilfen oder Rollstuhl den Gang durch den Friedhof zu erleichtern oder überhaupt zu ermöglichen.

Früher hatte man bereits Versuche zur besseren Befahrbarkeit der Wege gemacht. Eine zufriedenstellende Lösung war aber bis dato nicht erreicht worden. Deshalb nahm man sich seitens der Kirchenverwaltung nochmals intensiv dieser Sache an. Manfred Riebl, Mitglied der Kirchenverwaltung und zuständig für das Thema Friedhof, begleitete die Baumaßnahmen, die von der Firma Thomas Kriechenbauer durchgeführt wurden. Beginn der Arbeiten war Ende August und mittlerweile sind die großen Hauptwege um den Friedhof, die Strecke von der Aussegnungshalle bis zum Kreuz, sowie ein „Wendehammer“ beim Hauptbrunnen ausgebaut.

Wie Riebl erklärt, handelt sich um eine kostengünstige Bauweise, die aber in gewissem Umfang gewartet werden müsse. Die Haltbarkeit ist abhängig von der Feuchtigkeit im Boden. In der nassen Jahreszeit kein Problem, bei anhaltenden sommerlichen Temperaturen muss der Weg gewässert werden. Viel wichtiger erachten Riebl und Fleck jedoch, dass bei der Gräberpflege unbedingt beachtet werden muss, keinen überflüssigen Splitt auf die Wege zu schütten. Oft wird beim Herrichten der Gräber rundum mit Steinchen ein optisch schöner Anblick gestaltet. Das darf auch in Zukunft so bleiben. Splitt rund um die Grabstellen stellt kein Problem dar. Oft wurde jedoch das übrige Material – bestimmt in guter Absicht – dann auf dem Weg gekippt.

Die Verantwortlichen appellieren an die Besucher, keinesfalls Splitt auf den Wegen zu verteilen, da die Eigenschaften der Wege und die gute Befahrbarkeit dann nicht mehr gegeben seien. Das seien sie wiederum nur im "Holper-Modus" befahrbar. "Wenn sich die bereits erneuerten Wege bewähren, werden auch die verbleibenden Strecken noch mit dem rollatorengerechten Belag versehen", versprechen Fleck und Riebl. Sind es doch viele ältere Mitbürger, für die der Weg zum Friedhof zur alltäglichen Routine gehört, um die Gräber ihrer Verstorbenen zu besuchen. Hilfreich sind die bequem zu befahrenden Wege natürlich auch beim Schieben eines Kinderwagens. Auch Fußgänger spüren den Unterschied zwischen altem und neuem Belag.

Die Firma Thomas Kriechenbauer führt die Arbeiten aus, Manfred Riebl von der Kirchenverwaltung begleitet die Baumaßnahme
Die Firma Thomas Kriechenbauer führt die Arbeiten aus, Manfred Riebl von der Kirchenverwaltung begleitet die Baumaßnahme

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