10.12.2020 - 14:47 Uhr
WindischeschenbachOberpfalz

Trotz Corona kein Stillstand in Windischeschenbach

Das Leben in Windischeschenbach ging weiter - trotz Corona. Bürgermeister Karlheinz Budnik blickte in seiner Weihnachtsansprache in der Dezember-Sitzung des Stadtrats auf viele Investitionen zurück.

Bürgermeister Karlheinz Budnik bei der Eröffnung des Freibads im Juni. Auch das Bad profitierte von den Investitionen, die 2020 getätigt wurden.
von Michaela Lowak Kontakt Profil

Es wird wohl in diesen Tagen kaum einen Rückblick auf das Jahr 2020 geben, ohne die Coronapandemie zu erwähnen. Auch Bürgermeister Karlheinz Budnik kam in seiner Weihnachtsansprache in der letzten Sitzung des Jahres nicht an diesem Thema vorbei. "Vor einem Jahr hätten wir Corona noch gegoogelt", blickte der Rathauschef zurück. Auch das Wort "Pandemie" sei im Sprachgebrauch nicht vorgekommen. "Doch zwischenzeitlich hat das Virus nicht nur unser Land und unsere Heimat, sondern unseren ganzen Planeten verändert", sagte er.

Ein weiteres Wort sei im Frühjahr plötzlich in Zusammenhang mit Windischeschenbach genannt worden. Mit der Bezeichnung "Hotspot" sei leider eine nicht unerhebliche Zahl erkrankter und verstorbener Menschen verbunden. Budnik dankte all jenen, die im Frühjahr die Stadtverwaltung unterstützt und Eigeninitiative ergriffen haben. "Ich denke hier besonders an unsere frühere Stadtratskollegin Katja Stessmann und ihr Team."

Dennoch habe die Stadt ihre gesteckten Ziele verwirklichen können. "Investitionen trotz Pandemie", so könne man das vergangene Jahr beschreiben, betonte der Bürgermeister. Budnik erinnerte an die Erweiterung der Kinderoase für 1,7 Millionen Euro. Der Anbau sei am 1. September mit einer neuen Kindergarten- und Krippengruppe in Betrieb gegangen. Leider hätten die gebührenden Feierlichkeiten ausfallen müssen. Budnik hofft, dass dies 2021 nachgeholt werden kann.

Ein weiterer Punkt auf seiner Liste war die Sanierung der Kreisstraße NEW 19, die zwar in erster Linie eine Baumaßnahme des Landkreises gewesen sei, aber die Stadt mit der Sanierung der Gehwege und Seitenbereiche einen nicht unerheblichen Teil dazu geleistet habe. "Die Investition der Stadt belief sich hier auf 350.000 Euro", erinnerte Budnik.

Mit dem Abriss des "Oberpfälzer Hofs" sei die Stadt dem Ziel, die Innenstadt aufzuwerten, deutlich näher gekommen. Auch das kommunale Förderprogramm für private Investitionen werde gut angenommen. Nach dem Gebäude am Stadtplatz 1 seien acht weitere Vorhaben auf den Weg gebracht worden.

Auch mit dem geplanten Neubau des Neuhauser Feuerwehrhauses geht es voran. "Mit der Vergabe der Rohbauarbeiten an die Firma Käs Bau wird sich nach der Winterpause sichtbar einiges bewegen", sagte der Bürgermeister. Der Nebeneffekt: die Wertschöpfung bleibe mit einer heimischen Firma in der Region.

Ein weiteres Projekt kann 2021 zum Abschluss gebracht werden. Der Auftrag für die Errichtung des Zoiglinfopoints (Kosten 150.000 Euro) sei ebenfalls an die Firma Käs Bau gegangen.

Eine Ära geht zu Ende

Windischeschenbach

Ein deutliches Zeichen pro Freibad habe die Stadt 2020 mit der Sanierung der Steuer-, Mess- und Regeltechnik gesetzt. Zudem wurde die Maßnahme durch die Nationale Klimaschutzinitiative des Bundes zertifiziert. Der Bürgermeister dankte auch allen, die mitgeholfen haben, das Bad trotz Pandemie zu offen.

Als wichtigen Punkt nannte der Bürgermeister die digitale Ausstattung der Grund- und Mittelschule. Insgesamt seien 53.000 Euro investiert worden, davon 15.800 Euro für Leihgeräte.

"Aber nicht nur Bauprojekte und sonstige Investitionen machen eine Stadt aus", sagte Budnik. "All unsere Bürger, die gerne hier leben, die sich einbringen und engagieren, sind mit uns allen 'die Stadt Windischeschenbach'. Vielen Dank für Ihr ganz persönliches Engagement, im Verborgenen oder in der Öffentlichkeit."

 

 

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