Windischeschenbach
05.12.2018 - 09:06 Uhr

Weniger Schulden, weniger Bürger

11 Themenbereiche und sage und schreibe 37 Seiten umfasst Bürgermeister Karlheinz Budniks Bericht bei der ersten Bürgerversammlung im Stadtgebiet am Montag in der Schulaula. Am Ende steht aus ein ausführlicher Ausblick.

Bürgermeister Karl-Heinz Budnik nimmt zur aktuellen Entwicklung der Stadt Stellung. Bild: fz
Bürgermeister Karl-Heinz Budnik nimmt zur aktuellen Entwicklung der Stadt Stellung.

Es ging Querbeet - angefangen bei der finanziellen Lage der Stadt, über die Einwohnerzahlen, Sanierungsvorhaben und das Feuerlöschwesen bis hin zum Gewerbegebiet und Freibad. Die Verschuldung wird durch die ordentliche Tilgung von 488 618 Euro und die Sondertilgung dazu über 451 638 Euro von 7 943 287 Euro auf 7 003 031 Euro zurückgehen, kündigte Budnik an. Zudem hat die Stadt nun den Zuwendungsbescheid über 1,2 Millionen Stabilisierungshilfe erhalten. Ende 2018 wird mit einer Gewerbesteuer von 1 368 280 Euro (Vorjahr 1 254 537 Euro) und einem Einkommensteueranteil von 2.250.000 Euro gerechnet. Trotz einer guter Geburtenrate fiel die Einwohnerzahl von 5015 auf 4982 Einwohner. Beim Kindergarten soll die erste Ausschreibung im Dezember erfolgen. Bei der Stadtentwicklung rage der Bahnhof heraus.

Für 2019 ist die Einführung eines Kommunalen Förderprogramms wie etwa für Fassaden-Erneuerung oder „Wohnen in der Hauptstraße“ geplant. In Neuhaus wird das sogenannte Marktpodest mit dem Zoigldenkmal vollendet. In Neuhaus plant der Landkreis die Deckenerneuerung der Schönfichter- und Wurzer Straße. Beide gehören zur Kreisstraße NEW 19. Im Gewerbegebiet hat für die freie Fläche zwischen den Firmen Prodinger und Inoplast die Firma „4meddic – Medizintechnik für moderne Arztpraxen“ aus Weiden mit 20 Mitarbeitern Interesse angemeldet.

Veräußert wurde im Baugebiet „Hofzelch“ vor wenigen Tagen der letzte freie Bauplatz. Beim Freibad nimmt laut Budnik das Jahr 2018 mit 48 632 Besuchern und 81 000 Euro Einnahmen eine Spitzenposition ein.

Ausführlich richtete Budnik den Blick aufs kommende Jahr. Für die Sanierung der Wurzer- und Schönfichter Straße in Neuhaus sei man mit der Sanierung der Versorgungsleitungen bereits in Vorleistung gegangen. Abgeschlossen werde der Neubau der Straße von Pleisdorf nach Bernstein. Zugleich will die Stadt den nächsten Bauabschnitt von der Kreisstraße über die Schweinmühle nach Pleisdorf in Angriff nehmen. Mit dem Einstieg in die Stadtsanierung und der Erstellung eines Integrierten städtebaulichen Konzepts (ISEK) wolle man die Voraussetzung für ein kommunales Förderprogramm für die Eigentümer von Immobilien schaffen, informierte der Redner.

Weiter geht es auch auf dem Areal des früheren Oberpfälzer Hofs. Ein örtlicher Investor habe ein Hotel mit 70 Betten ins Auge gefasst. Die Schule wurde Anfang der 80er Jahre für bis zu 1000 Schüler gebaut, informierte Budnik. Heute gehen dort nur noch 244 Schüler ein und aus. Und die fast 40 vergangenen Jahre seien an der Bausubstanz auch nicht spurlos vorübergegangen. Somit träfen nun ein mittelfristiger Sanierungsbedarf und die Berücksichtigung sich ändernder Lehrmethoden aufeinander. Klarheit müsse man auch schaffen, mit welchen Gebäuden man ins kommende Jahrzehnt geht. Das Ergebnis der Machbarkeitsstudie erwarte man in Kürze, sagte Budnik. Weitergeführt wird auch der Seniorenbus, versprach er am Ende.

 
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