14.10.2021 - 14:07 Uhr
WindischeschenbachOberpfalz

Mit Wiener Schmäh und Parodien: Futura startet

Seit knapp 35 Jahren ist die Kleinkunstbühne der Futura 87 eine der ersten Adressen für Kabarett-Kunst. Alles, was Rang und Namen hat, tritt dort auf. Zum ersten Mal dabei ist in der neuen Saison Thomas Freitag.

Reiner Kröhnert hat sie alle drauf. In seinem neuen Programm bringt er am 28.Januar 2022 mit Armin Laschet, Donald Trump, Angela Merkel oder Winfried Kretschmann viel Prominenz mit.
von Hans PremProfil

Die Kleinkunstbühne Futura 87 startet am Sonntag, 24. Oktober, nach fast einem Jahr Corona-Pause wieder durch. Künstlerischer Leiter Florian Ascherl und sein Team haben ein attraktives Programm auf die Beine gestellt. Von Kabarett-Legende Thomas Freitag über österreichischen Schmäh mit "BlöZinger" und Severin Gröbner bis hin zur Bußpredigt mit „Pater“ Holger Paetz bekommt das Publikum ein breites Spektrum hochklassiger Kabarettkunst geboten.

Dafür steht die Futura seit fast 35 Jahren. Die Kleinkunstbühne ist eine Top-Adresse in der nördlichen Oberpfalz in Sachen Kabarett geblieben. Auf der kleinen, aber feinen Bühne im Obergeschoss der Mehrzweckhalle in Windischeschenbach (Kreis Neustadt/WN) traten schon nahezu alle renommierten Künstler der deutschen Kabarettszene auf: unter anderem Dieter Nuhr, Günter Grünwald, Andreas Giebel, Django Asül, Michael Altinger, Helmut Schleich und Luise Kinseher. Die Auftritte kann man bei der Futura praktisch in Wohnzimmeratmosphäre genießen.

Den Anfang macht am Sonntag, 24. Oktober, um 19.30 Uhr mit Stephan Bauer ein alter Bekannter. Er begeisterte bereits mit sechs Auftritten das Futura-Publikum. Sein neues Programm „Ehepaare kommen in den Himmel – in der Hölle waren sie schon“ ist ein Lichtblick, eine aberwitzige Rettung vor falschen Genderidealen, überzogenen Glücksvorstellungen und Orientierungsverlust, die die moderne Zeit mit im Gepäck hat. Es gibt ein Mikrofon, einen Barhocker und zwei Stunden Pointen Schlag auf Schlag – und für das Publikum zwei Stunden Lachen ohne Atempause.

Am Sonntag, 21. November, um 19.30 Uhr hat Kabarett-Legende Thomas Freitag seinen ersten Auftritt auf der Futura-Bühne. In seinem Programm „Hinter uns die Zukunft“, angelehnt an seine gleichnamige Autobiographie, verspricht er seinem Publikum zu lesen, zu erzählen und zu spielen. Spätestens seit Dieter Hildebrandts „Scheibenwischer“ ist Freitag einem breiten Publikum als glänzender Parodist bekannt geworden.

„Vorzügliche BetrACHTungen“ macht das Kabarettduo "BlöZinger" am Samstag, 27. November, um 20.30 Uhr. In ihrem achten Bühnenprogramm versammeln die Wahlwiener Robert Blöchl und Roland Penzinger einige Figuren aus ihren früheren Programmen. Die beiden Großmeister der Gestik und Mimik benötigen dazu nur ein Minimum an Requisiten. Severin Groebner, die "Wiener Kassandra aus dem Gemeindebau", gastiert am Freitag, 17. Dezember, um 20.30 Uhr mit seinem Programm „Gut möglich“. Er wirft seine kabarettistische Zeitmaschine an und nimmt das Publikum mit auf eine Reise ins Mögliche.

Ein fröhliches Feuerwerk der Boshaftigkeit gegen Politiker, Prominenz und Political Correctness brennt René Sydow am Samstag, 15. Januar, um 20.30 Uhr in seinem Programm „Heimsuchung“ ab. Er geht unter anderem den Fragen nach, ob das noch Kabarett sei oder ob es schon um Leben und Tod gehe oder warum der Abend trotzdem so erschreckend lustig geworden sei.

Die Apokalypse ist da! Aber mit Reiner Kröhnert erlebt das Futura-Publikum am Freitag, 28. Januar, um 20.30 Uhr „Die größte Rettung aller Zeiten“. Der Meister der entlarvenden Parodie hat Politprominenz wie Armin Laschet, Donald Trump oder Winfried Kretschmann im Schlepptau.

Am Samstag, 12. Februar, um 20.30 Uhr probt Nils Heinrich erstmals den „Aufstand“ auf der Kleinkunstbühne der Futura. Das klingt kämpferisch, ist aber sehr lustig. Er widmet sich Themen, von denen man gar nicht wusste, wie viel Witzpotenzial sie haben.

Futura-Stammgast ist „Pater“ Holger Paetz. Er kommt am Samstag, 12. März, um 20.30 Uhr mit seiner Bußpredigt „Fürchtet Euch!“ nach Windischeschenbach. Dabei lässt der Buß- und Fastenprediger heftige Backenstreiche für all die Pappnasen und Sich-selbst-Erhöher hageln – für den "Heißluft-Horst" ebenso wie für den "fränkischen Tollpatsch". Mag der Zorn des Herrn ungewiss sein, der des Paetz ist es mitnichten.

Alfred Mittermeier gastiert schließlich am Freitag, 25. März, um 20.30 Uhr mit seinem Nachholtermin zum Abschluss der Saison. Er begibt sich auf die Suche nach dem menschlichen Sehnsuchtsort, dem „Paradies“. Wo liegt es, wie sieht es aus, wie komm ich dort hin, was zieh ich an?

Bis auf weiteres finden alle Veranstaltungen auf der Kleinkunstbühne der Futura im Obergeschoss der Mehrzweckhalle statt. Der Raum wird nicht bis auf den letzten Platz gefüllt. Zudem wenden die Veranstalter die sogenannte 3G-plus-Regel (Einlass nur mit PCR-Test) an. Die Maskenpflicht auf den Plätzen entfällt somit.

Weitere Informationen zum Programm gibt es online auf www.futura87.de. Karten sind erhältlich bei NT-Ticket online auf www.nt-ticket.de, unter Telefon 0961/85-550, 09621/306-230 oder 09631/70-100 sowie in den Geschäftsstellen von Oberpfalz-Medien in Weiden, Amberg und Tirschenreuth.

Schriftsteller Franz Dobler über Gedichte, Western und Musik

Sulzbach-Rosenberg
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Die drei besonderen Tipps zum Futura-Programm

Autor Hans Prem hat schon viele Kabarettisten live gesehen. Seine besonderen Empfehlungen:

  • Stephan Bauer, dem am 24.Oktober der Auftakt zur neuen Saison gehört, zeichnet in seinen Programmen höchst intelligent und sehr amüsant den immerwährenden Kampf der Geschlechter nach. Auch sein aktuelles Programm wird das eine oder andere Ehepaar im Publikum sicher wieder mit einer Prise Selbsterkennung überraschen.
  • Da ich den österreichischen Schmäh und Witz liebe, ist Severin Groebner am 17. Dezember ein absolutes Muss für mich. Brüllend komisch setzt er immer wieder exzessive Gestik und Mimik ein, spielt Szenen mit seinem ganzen Körper. Er singt oder schreit sich seine Wut aus Seele und Leib. Seine Wut über menschliche Dummheit kann er nur mühsam hinter dem Schutzschild des satirischen Humors verbergen.
  • Reiner Kröhnert ist ein Meister der entlarvenden Parodie. Er hat sie alle drauf - und wie. Stimmliche Veränderungen, typische Körperhaltungen, Gesten oder Augenaufschläge lassen das Publikum in Sekundenbruchteilen erkennen, in welche Person er gerade geschlüpft ist. Darauf darf sich das Futura-Publikum am 28. Januar freuen.
Stephan Bauer ist der Auftakt zum neuen Programm der Futura am 24.Oktober vorbehalten. Er versucht eine aberwitzige Rettung vor falschen Genderidealen, überzogenen Glücksvorstellungen und Orientierungsverlust.
Severin Groebner, die "Wiener Kassandra aus dem Gemeindebau", wirft am 17. Dezember seine kabarettistische Zeitmaschine an und nimmt das Publikum mit auf eine Reise in die Zukunft.

 

 

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