12.06.2018 - 15:16 Uhr
WindischeschenbachOberpfalz

Zoigldenkmal rückt in den Mittelpunkt

Der Marktplatz in Neuhaus verändert sein Gesicht. Die Sanierung des „Binner“-Anwesens ist abgeschlossen. Nun beginnen die Arbeiten für das neue Marktpodest.

Das ehemalige "Binner"-Anwesen ist nach der Sanierung kaum wiederzuerkennen. Jetzt soll auch der Platz davor zu einem Marktpodest umgestaltet werden.
von Michaela Lowak Kontakt Profil

(mic) "Es kann losgehen", freute sich Architekt Josef Schöberl am Dienstag bei einem Ortstermin mit Bürgermeister Karlheinz Budnik und Bauunternehmer Stefan Windschiegl. Der Baubeginn für das Marktpodest hatte sich immer wieder verzögert, da lange nicht klar war, was mit dem ehemaligen "Binner"-Anwesen geschieht.

Der freie Platz am Eingang der Burgstraße lässt erahnen, welche Möglichkeiten sich auf dem Areal bieten. Noch verteilt sich Schotter auf der Fläche, doch bis Herbst sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Schöberl lobte die "glückliche Situation", dass Windschiegl das "Binner"-Anwesen gekauft und so saniert hat, dass davon die Optik des Platzes profitiert. Das Haus am Markplatz ist jetzt sechs Meter kürzer als früher.

"So eröffnen sich uns neue Möglichkeiten", erklärte Schöberl. Aus Sicht des Planers eindeutig eine Aufwertung des Ortskerns, denn für die Gestaltung steht nun mehr Fläche zur Verfügung. Die Treppe Richtung Agatha-Kirche rutscht weiter nach Westen von der Hauptstraße weg. Entlang des Giebels des "Binner"-Hause kann eine kleine Grünfläche angelegt werden.

Herzstück des Marktpodests wird der Brunnen mit dem Zoigldenkmal sein. Künstler Harald Bäumler hat seinen Entwurf umgearbeitet und angepasst. Die Skulptur steht nun auf einem Zoiglstern aus Granit, aus dem das Wasser quillt. "Dies alles geschieht in enger Absprache mit der Trägergemeinschaft", informierte Bürgermeister Budnik.

Mit der Gestaltung des Marktpodests geht die erfolgreiche Sanierung der Burgstraße zu Ende. "Wir sind 2014 in die Dorferneuerung Neuhaus eingestiegen", blickte der Rathauschef zurück. Die Sanierung beinhaltete nicht nur die Burgstraße, sondern auch den Hammerweg und alle angrenzenden Bereiche. Am "Burgweiher" sollen wie bisher auch nur Fahrzeuge mit einer Genehmigung parken dürfen. Zusätzlich entsteht dort ein Behindertenparkplatz.

Nach den Plänen von Architekt Josef Schöberl aus Parkstein wird die Einmündung zur Burgstraße so gestaltet, dass optisch der Eindruck entsteht, über einen Platz zu fahren. Das komplette Areal wird gepflastert. Die Elektrokästen, die zwar notwendig, aber nicht unbedingt dekorativ sind, werden eingehaust und mit Stahlelementen versehen. Davor entsteht eine Ladestation für 4 E-Bikes.

Obwohl es seit Jahren nur den Anwohner erlaubt ist, die Burgstraße zu befahren, ignorieren so manche Zoiglgäste die Hinweisschilder immer noch. Das neue Erscheinungsbild der Einfahrt soll mit seinem Platzcharakter unberechtigte Autofahrer davon abhalten, in die Burgstraße einzufahren.

Ortstermin mit Architekt Josef Schöberl (Mitte), Bürgermeister Karlheinz Budnik (rechts) und Bauunternehmer Stefan Windschiegl. Die Arbeiten für das neue Marktpodest können beginnen.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.