17.03.2021 - 08:34 Uhr
WindischeschenbachOberpfalz

Zukunft der Schule in Windischeschenbach: Abreißen oder sanieren?

Abreißen oder sanieren? Oder nur teilsanieren? Die Grund- und Mittelschule soll moderner werden. Darüber ist sich der Stadtrat Windischeschenbach einig, doch welchen Weg er gehen will, ist noch nicht geklärt.

Wie geht es mit der Grund- und Mittelschule Windischeschenbach weiter? Sanieren oder abreißen?
von Michaela Lowak Kontakt Profil

Noch in diesem Jahr sollen die Weichen für die Zukunft der Grund- und Mittelschule Windischeschenbach gestellt werden. Doch in welche Richtung die Fahrt gehen wird, steht noch nicht fest. Fakt ist, dass die Schule auf den neuesten Stand gebracht werden soll. Nun liegt es am Stadtrat Windischeschenbach, die beste Möglichkeit auszuloten. Soll die alte Schule abgerissen und komplett neu gebaut werden? Ist eine Generalsanierung die Lösung? Oder liegt die Wahrheit irgendwo dazwischen?

Um die Thematik umfassend darzustellen, hatte die Stadt 2018 beim Architekturbüro Juretzka in Weiden eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, die Armin Juretzka und Melanie Danhof bereits im Januar 2019 dem Stadtrat vorgestellt haben. Da es seit dieser Zeit Kommunalwahlen gegeben hatte und 7 neue Räte im Gremium sitzen, waren Juretzka und Danhof erneut zu Gast in Windischeschenbach, um mit Fakten und Zahlen bei der Entscheidungsfindung zu helfen.

Die grobe Richtung gibt das Raumprogramm der Regierung der Oberpfalz vor. Gerechnet wird mit einem Platzbedarf für 440 Schüler. Juretzka beleuchtet die drei Möglichkeiten: Abriss und Neubau, Abriss des 70er-Jahre-Baus und Sanierung des 50-Jahre-Trakts oder eine komplette Generalsanierung. Alle drei Varianten verursachen Kosten im zweistelligen Millionenbereich. Ein Neubau käme mit rund 18 Millionen Euro noch am günstigsten, die Generalsanierung ist mit 20 Millionen Euro veranschlagt und eine Teilsanierung kostet 21 Millionen Euro.

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Windischeschenbach

Egal, welches Projekt letztendlich umgesetzt wird, es gibt Fördermittel in Höhe von 11 Millionen Euro. Damit muss die Stadt immer noch einen Millionenbetrag stemmen. 7,3 Millionen für den Neubau, 10,6 Millionen für die Teilsanierung oder 9,1 Millionen für eine Generalsanierung. Die Studie beinhaltet auch einen Berechnung der Folgekosten für die nächsten 25 Jahre. Bei der Teilsanierung schlagen 44 Millionen Euro zu Buche, bei einem Neubau 35 Millionen und bei einer Generalsanierung 41 Millionen Euro.

Eine Entscheidung musste der Stadtrat in dieser Sitzung noch nicht treffen, doch das Projekt soll entweder im April oder Mai noch auf den Weg gebracht werden.

 

 

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