09.04.2019 - 12:35 Uhr
WinklarnOberpfalz

Mitgliederzahl blüht auf

Mit der stolzen Anzahl von zwölf Neuaufnahmen eröffnete der Obst- und Gartenbauverein Winklarn seine Hauptversammlung. Über das ganze Jahr hinweg können sich die Aktivitäten der Mitglieder sehen lassen.

Jedes Jahr gut nachgefragt ist die Pflanzentauschbörse des OGV Winklarn. Heuer findet sie am 27. April statt.
von Johanna BaierProfil

Im vollbesetzten Versammlungsraum hatte Nicole Spachtholz vom OGV-Vorstandsteam die Versammlung eröffnet. Martina Schmid ließ das abgelaufene Vereinsjahr Revue passieren und erinnerte an die Kinderaktionen wie Basteln von Holzschmetterlingen, Kartoffelwettbewerb und das Basteln beim Fischessen. Die Pflanzentauschbörse fand erneut viele Interessenten, im Bereich Winklarn wurde zahlreiche Arbeisteinsätze Winklarn absolviert. Für den Festumzug in Haag schmückten die Mitglieder ihre Fahrzeuge, vorab hatten sie bereits beim Binden der Girlanden unterstützt. 22 Kinder beteiligten sich am Ferienprogramm, im Advent organisierten die Mitglieder den Seniorennachmittag. Das Fischessen setzte das i-Tüpfelchen auf ein gelungenes Vereinsjahr.

Mit einem Blumenstrauß im Verein begrüßt wurden die neu aufgenommenen Mitstreiter, mit denen die Mitgliederzahl auf 120 Personen anwächst. Künftig verstärken Konrad und Bettina Röhrl, Erwin und Helga Neumann, Andreas und Michaela Fuchs, Hubert und Eva Rohrbach, Andreas und Sonja Turban sowie Markus und Tanja Wellnhofer die Tätigkeit im OGV. Bürgermeisterin Sonja Meier dankte für die Pflege der gemeindlichen Flächen. Anita Dietl gab noch einen Ausblick auf 2019, hier warten wieder Kinderaktionen, Samenausgabe, eine Wanderung und vieles mehr auf die Mitglieder. Zu den Veranstaltungen seien stets auch Nichtmitglieder willkommen.

Im Anschluss referierte Kreisfachberaterin Heidi Schmid über „Biologische Vielfalt im Garten.“ Wie sie ausführte, seien die rückläufigen Bestände bei Insekten in aller Munde, selbst in Naturschutzgebieten wären 75 Prozent Biomasseverlust der Insekten zu verzeichnen. Abhilfe können integrierte Pufferflächen, Naturschutz auf land- und forstwirtschaftliche Flächen und eine Anreicherung mit inseketenrelevanten Strukturen sein. Auch bei den Feld- und Wiesenvögeln sei ein Rückgang um 57 Prozent seit 1980 festzustellen. Heidi Schmid nannte in diesem Zusammenhang Gehölze und Sträucher, die für Vögel lebenswichtig sind. Obstgehölze, Beerensträucher und auch Samenpflanzen, wie Sonnenblume oder Schafgarbe kommen den Tieren entgegen.

Mit Blick auf Schmetterlinge empfahl Schmid, auf Hecken als Windschutz zu setzen. Als Nahrungsquellen nannte sie eine Vielzahl von Gartensträuchern und Blumen, die für Schmetterlinge „wie gemacht sind.“ Kleinstrukturen im heimischen Garten, wie Schnittguthaufen, alte Bäume und Laub benötigten die geflügelten Sechsbeiner zum Überwintern. Und Wildbienen seien Anzeiger für intakte Natur und hohe ökologische Qualität. Allerdings sei von den fast 600 Wildbienenarten in Deutschland die Hälfte vom Aussterben bedroht. Sie fänden keine Nahrung und keinen sicheren Nistplatz mehr. Bienenfreundliche Gärten seien bunt und es duftet verführerisch, beschrieb Heidi Schmid.

In jedem Garten sollte laut der Fachberaterin zumindest ein kleines Fleckchen mit heimischen Blumen, ein Beerenstrauch und ein Totholzhaufen zum Verstecken und Überwintern vorhanden sein. Wichtig sei ein lückenloses Angebot an blühenden Pflanzen vom Frühling bis zum Herbst. Mit Blick auf den Artenschutz sollte ein Garten "fröhlich, bunt, ein bisschen wild und wuschelig“ sein.

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