09.10.2019 - 15:33 Uhr
WinklarnOberpfalz

Sozialverband VdK ist ein starker Partner seiner Mitglieder

Die neue bundesweite Kampagne "Rente für alle" stellt Kreisgeschäftsführer Bernd Steinkirchner bei der Hauptversammlung des VdK Winklarn vor. Der Ortsverband zählt über 80 Mitglieder.

von Johanna BaierProfil

Im Gasthaus Simmerl fand die alljährliche Zusammenkunft der Mitglieder statt. Vorsitzender Alfons Fuchs freute sich, auch Bürgermeister Sonja Meier und Ehrenbürger Hans Bock begrüßen zu dürfen. Laut seinen Worten gehören dem VdK Winklarn aktuell 81 Mitglieder an. Kurz sprach er die aktuellen Themen beim VdK wie Barrierefreiheit, Renten- und Behindertenpolitik, Patientenverfügung oder Altersvorsorge an.

Fuchs betonte, dass die Hauptaufgabe des Vereins die Interessenvertretung seiner Mitglieder sei. Qualifizierte Sozialrechtsberatung und Vertretung vor Sozialbehörden gehören dabei zu den Hauptaufgaben. Der Vorsitzende hieß Kreisgeschäftsführer Bernd Steinkirchner willkommen, der als Referent zunächst über den rasanten Mitgliederzuwachs im Sozialverband berichtete - alleine 700000 Menschen in Bayern gehören seit heuer dem VdK an. Im Jahr 2018 hatte der Verband – allein im Kreisverband Schwandorf – Nachzahlungen in Höhe von rund 1,25 Milionen Euro erwirkt.

Laut Steinkirchner hält der Streit um den Mindestlohn, der momentan 9,19 Euro beträgt, nach wie vor an. Über 12 Euro fordert der Verband, nur so könnten die Rentenanwartschaften über das Niveau der Grundsicherung steigen. Dem stellte der Referent die Ruhegehälter verschiedener Vorstandsvorsitzender und Manager gegenüber. Die Schere Arm-Reich klaffe deshalb immer weiter auseinander, die Rede ist von einer „sozialpolitischen Schieflage.“ Die Bundesregierung sei gefordert zu handeln, die gesetzliche Rente müsse zur Erwerbstätigenversicherung erweitert werden. Dort müssten sowohl Arbeitnehmer wie auch Selbstständige, Politiker und Beamte einzahlen. Bernd Steinkirchner zählte die Forderungen des Verbandes an die Politik auf und stellte die neue Kampagne "Rente für alle" vor. Diese fordere auch die Abschaffung der Abschläge bei Erwerbsminderungsrenten, eine härtere Bestrafung für Steuerflüchtige und die Schließung von Steuerschlupflöchern.

Eine weitere Forderung des VdK besteht in der Besteuerung von großen Vermögen und der Wiedereinführung der Vermögensteuer. Schließlich soll das Rentenniveau dauerhaft bei 50 Prozent festgeschrieben werden, 1990 lag es noch bei 55 Prozent. Der Kreisgeschäftsführer appellierte an die Mitglieder sowie "die jetzigen Rentner und die Rentner von morgen und übermorgen", die VdK-Demo am Samstag, 28. März, in München zu unterstützen. „Wir wollen, dass München an diesem Tag aus allen Nähten platzt“ so sein Aufruf.

Bernd Steinkirchner versprach, dass der Sozialverband nach wie vor Druck auf die Politik ausüben und erst Ruhe geben werde, wenn die Forderungen für eine sozial gerechte Gesellschaft erfüllt seien. Mit einem großen Dankeschön an Vorsitzenden Alfons Fuchs für dessen Engagement bei der Sammlung „Helft Wunden heilen“ schloss er seine Ausführungen.

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