21.01.2020 - 11:56 Uhr
WinklarnOberpfalz

Über 600 Stunden im Einsatz

Für die Sicherheit ihrer Mitbürger opfern die Mitglieder der Feuerwehr Winklarn erheblich Zeit. Knapp 100 Einsätze hat Kommandant Peter Killermann im Vorjahr verzeichnet. Sein Stellvertreter wird in der Hauptversammlung wiedergewählt.

Klaus Spachtholz (Zweiter von rechts) ist durch die Aktiven der Feuerwehr Winklarn erneut zum zweiten Kommandanten gewählt worden. Dazu gratulierten (von links) Kommandant Peter Killermann, Bürgermeisterin Sonja Meier und Vorsitzender Stefan Pregler.
von Annemarie MösbauerProfil

"Nur ein Miteinander zählt", zog Vorsitzender Stefan Pregler als Fazit seines Rückblicks. Zahlreiche Termine hatte er aufgelistet, mit denen sich die Wehr am gesellschaftlichen und kirchlichen Leben des Marktes beteiligte. Für das Heimatfest 2021 wurden in Festausschuss-Sitzungen die Weichen gestellt. Dass es bei der Feuerwehr Winklarn ein funktionierendes Miteinander gibt, beweise auch der Bau eines Faschingswagens, bei dem viele Mitglieder ihr Wissen und ihre Berufserfahrung einbringen.

Kommandant und Kreisbrandmeister Peter Killermann verdeutlichte den enormen Zeitaufwand im Feuerwehrdienst. 50 Aktive, 15 First Responder und 16 Jugendliche standen 600 Stunden im Einsatz. 1600 Stunden wurde für den Ernstfall geübt. 45 Funkwecker optimierten die Alarmierung. Insgesamt wurde zu 98 Einsätzen ausgerückt (3 Brände, 68 technische Hilfsleistungen, 7 Sicherheitswachen, 20 sonstige Hilfeleistungen).

Um für den Ernstfall gerüstet zu bleiben, besuchten die Helfer zahlreiche Lehrgänge und bauten komplexe Übungen auf, zum Teil auch mit weiteren Wehren aus dem Gemeindebereich. Lehrgänge zu verschiedensten Themen (Unfälle, Gefahrgut, Brände, Atemschutz, Umgang mit Wärmebildkamera) standen auf dem Programm. Bei praktischen Übungen wurde das Löschen eines brennenden Autos geübt, der Brand in einer Biogasanlage simuliert oder eine Schlauchleitung vom Brecherweiher bis zur Rotkreuzlinde errichtet. "Nach nur 22 Minuten floss das Wasser", bemerkte der Kommandant stolz. Während der Aktionswoche wurde ein Unfallszenario zwischen Traktor und Pkw bewältigt.

Obwohl viele Aktive auswärtig arbeiten, könne die Wehr Winklarn auch tagsüber mit einer Gruppe ausrücken, berichtete der Kommandant. Für 2020 stehen für die Aktiven verschiedene Leistungsabzeichen, Lehrgänge und ein Atemschutzleistungswettbewerb an. Bürgermeisterin Sonja Meier dankte den Mitgliedern der Wehr für die vielen Stunden im Ehrenamt für Einsätze, Übungen, Fortbildungen und die Jugendarbeit. Reibungslos verlief danach die Wahl des zweiten Kommandanten: Einstimmig wurde Klaus Spachtholz wiedergewählt.

Wie Stefan Killermann berichtete, absolvierte die First-Responder-Einheit 56 Einsätze. Das Spektrum reichte von Unfällen und Stürzen über verletzte Kinder, bis hin zu Schlaganfällen und Herzinfarkten. Dabei werden die Erstversorgung, die Übergabe an den Rettungsdienst und die Betreuung der Angehörigen übernommen. Killermann berichtete von positiven Rückmeldungen aus der Bevölkerung, wenn Hilfe in Anspruch genommen werden musste. Die Aktiven treffen sich regelmäßig zu Monatsübungen. Die Zusammenarbeit wird mit umliegenden Rettungsdiensten und den Ersthelfern aus Oberviechtach und Teunz gepflegt. Auf gute Resonanz stießen Erste-Hilfe-Übungen mit den Viertklässlern der Grundschule. Ein Bericht über die Arbeit der Jugendfeuerwehr folgt in einer der nächsten Ausgaben.

Lehrgänge:

Mitglieder der Feuerwehr Winklarn absolvierten mehrere Lehrgänge

Gruppenführer: Benjamin Kahl; Atemschutz: Sonja Lingl und Nico Irlbacher; Absturzsicherung: Andreas Fichtinger; Benjamin Kahl; Sanitätsausbildung: Christopher Wenzel. (amö)

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