25.04.2021 - 10:25 Uhr
WinklarnOberpfalz

Waldwege am Frauenstein werden auf Vordermann gebracht

Seit den 1970er Jahren durchzieht ein Wegenetz das Waldgebiet am Frauenstein bei Winklarn. Um die Bewirtschaftung aufrecht zu erhalten, wird auf regelmäßige Instandhaltung gesetzt. Dabei verschwinden Spurrinnen und Schlaglöcher.

Michael Sax (Mitte) erläutert Bürgermeisterin Sonja Meier und Marktgemeinderat Johann Drexler (links) die Arbeitsweise seines Wegepflegegerätes
von Annemarie MösbauerProfil

Es war mit einer beachtlichen Wertsteigerung der einzelnen Waldgrundstücke verbunden, als das Waldgebiet am Frauenstein östlich von Winklarn in den 1970er Jahren mit einem 20 Kilometer langen Wegenetz erschlossen wurde. Bis dahin konnten die schmalen, teilweise nassen oder auch steinigen Wege nur mit Traktoren befahren werden. Das Abholen von Holz mit Lastwagen war unmöglich, die Stämmen mussten weit nach unten gezogen werden, um sie verladen zu können.

Damit das Wegenetz nicht verkommt, braucht es aber auch eine ständige Pflege und Reparatur. Nach der letzten gründlichen Instandsetzung in den Jahren 2015 und '16, entschloss sich die Marktgemeinde, mehr Wert auf vorbeugende Pflege zu legen. Nach einer Ausschreibung im Jahr 2017 wurde Michael Sax aus Pleystein beauftragt, zwei Mal im Jahr die Forsttrassen mit einem Wegepflegegerät vom Typ R 2005 zu befahren. Diese Maßnahme betrifft den Schneebergerlohweg, den Unteren Schneebergerlohweg, den Haager Weg, den Bruckweg und den Frauensteinweg.

Zum Auftakt der diesjährigen "Frühjahrskur" erläuterte Michael Sax Bürgermeisterin Sonja Meier und Marktrat Johann Drexler die Arbeitsweise seines Pflegegerätes. Ziel der Arbeit ist es, das Profil der Wege wieder herzustellen. Um Spurrinnen, Schlaglöcher und Mulden auszugleichen, wird das nach außen verschobene Material mit Hilfe eines Schildes wieder zur Mitte befördert. Das geht nur bis zu einem gewissen Grad, und die Spurrinnen dürfen nicht zu tief sein, deshalb sollte dies mindestens zwei Mal im Jahr geschehen.

Wie der Fachmann ausführte, muss auch die Witterung passen – es darf weder zu nass noch zu trocken sein, und auch die Grasnarbe am Rand soll noch nicht bestockt sein. Das Dachprofil muss so gestaltet werden, dass das Wasser an beiden Seiten ablaufen kann. An manchen Stellen ist eine Auffüllung mit Split unumgänglich. Der erfahrene Wegepfleger riet, nicht immer in der gleichen Spur, sondern versetzt zu fahren, um Spurrinnen auszugleichen.

Bürgermeisterin Sonja Meier dankte den Benutzern der Wege für das grundsätzliche Verständnis und die Rücksicht. Sie bittet aber auch die Waldbesitzer, Holzlagerplätze nach der Abfuhr des Holzes von Rindenresten zu säubern, weit in den Weg reichende Äste abzuschneiden, keine Gartenabfälle in die Gräben zu werfen und ein Augenmerk auf die Durchlässe zu legen und diese zu reinigen. Schäden können der Bürgermeisterin gemeldet werden. Den Waldbenutzern wurde ans Herz gelegt, pfleglich mit den Wegen umzugehen.

Um die Burgruine auf dem Frauenstein ranken sich viele Sagen

Winklarn

 

 

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