04.01.2021 - 11:56 Uhr
WinklarnOberpfalz

Winklarner Wetterkreuz vor Absturz gerettet

Um ein Haar wäre das Wetterkreuz auf der Winklarner Kirchturmspitze abgestürzt. Mit einer aufwändigen Rettungsaktion konnte die Feuerwehr das gerade noch verhindern.

von Annemarie MösbauerProfil

Für die FFW begann das neue Jahr am Sonntag mit einem nicht alltäglichen Einsatz. Am Morgen bemerkten Passanten, dass auf der Kirchturmspitze das Kreuz mit samt der Wetterfahne nach unten hing und abzustürzen drohte. Nur noch der Blitzableiter hielt sie oben.

Gottesdienstbesucher in Gefahr

Die Ortsfeuerwehr unter Leitung von Kreisbrandmeister Peter Killermann sicherte den Haupteingang der Kirche, da die ersten Gottesdienstbesucher schon am Weg waren. Aus Sicherheitsgründen musste auch die Straße um die Kirche weiträumig umgeleitet werden. Die Straße Richtung Haag wurde gesperrt.

Die Bergung von Kreuz und Wetterfahne überstieg aufgrund der Arbeitshöhe die Kapazität der örtlichen Feuerwehr. Gemeinsam mit der Leitstelle suchte der Kreisbrandmeister nach einer Lösung. Schließlich wurde die Firma Süß beauftragt, mit einer Hebebühne die beiden Gefahrenstücke in einer Höhe von über 40 Metern zu bergen. Nach einigen Genehmigungen bezüglich des Sonntagfahrverbotes rollte das ersehnte Fahrzeug mit Hebebühne an. Zimmerermeister Stephan Killermann von der Feuerwehr Winklarn und Markus Mädl von der Firma Süß begaben sich in den Arbeitskorb um in schwindelnder Höhe Kreuz und Wetterfahne zu bergen. Zum Glück erschwerte kein Wind die spektakulären Arbeiten in luftigen Höhen. Überglücklich brachten die beiden Aufsteiger Stephan und Markus Kreuz und Wetterfahne sicher zum Boden. Im zweiten Anlauf holten sie auch noch den beschädigten Turmknopf, eine aus Kupferblech geformte und vergoldete Kugel.

Grund ist unklar

Keiner der aktiven Feuerwehrmänner und auch die erfahrenen Zimmermänner Peter und Stephan Killermann konnten sich erklären, wie es zu dieser Lockerung kommen konnte. Wetterfahne, Kreuz und Turmknopf sind mit einer stabilen Stange tief im Kaiserstiel befestigt und verankert. Viele Interessierte verfolgten gespannt in sicherem Abstand diese Sicherungsaktion. Nach fast zwei Stunden professioneller Arbeit zeigten sich alle erleichtert, besonders die beiden Akteure Stephan Killermann und Markus Mädl und auch der Einsatzleiter Peter Killermann schnauften tief durch. Selbst die beiden Geschäftsführer der Firma Süß Robert und Sigmund Süß verfolgten diese nicht alltägliche Bergung.

Mehr aus Winklarn

Winklarn
Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.