24.03.2019 - 11:35 Uhr
WinklarnOberpfalz

Zehn Gebote für Gelassenheit

Die Frauenbund-Zweigvereine aus Winklarn, Thanstein und Muschenried versammeln sich zum Einkehrtag. Pfarrer Eugen Wismeth rückte das Vermächtnis eines früheren Papstes in den Blickpunkt.

Für seine Ausführungen beim Einkehrtag bedankt sich Frauenbund-Vorsitzende Monika Bösl mit einer Spende bei Pfarrer Eugen Wismeth.
von Annemarie MösbauerProfil

Als Vortragsthema beim Einkehrtag der drei Frauenbund-Zweigvereine hatte der geistliche Beirat das Thema „Die zehn Gebote der Gelassenheit“ von Papst Johannes XXIII. gewählt. Zu Beginn seiner Ausführungen stellte der Referent den früheren Papst vor, der 1881 als Sohn einfacher Bauersleute geboren wurde. 1904 erhielt er die Priesterweihe, wurde 1925 Bischof und Apostolischer Visitator in Bulgarien und 1934 Apostolischer Delegat in der Türkei und Griechenland sowie Apostolischer Nuntius in Frankreich. Nach seiner Papst-Wahl 1958, berief er 1962 das Zweite Vatikanischen Konzil ein, ein Jahr später starb er. Im Jahr 2000 wurde er selig gesprochen, 2014 ernannte Papst Franziskus seinen Vorgänger zum Heiligen.

Unter anderem schilderte der Referent, dass der neue Papst nach seiner Wahl schlecht geschlafen habe. Er habe sich ständig gefragt, ob er in seinem Amt alles richtig mache. Mit Hilfe des Hörspiels „Im Garten des Lebens“ arbeitete der Referent die einzelnen Gebote heraus. Dieses Hörspiel lässt den Papst zum Gärtner in einem prächtigen Garten werden, nur ein kleines Stück davon ist verwildert. Mit all seinen Problemen helfen ihm eine Katze und verschiedene Blumen mit ihren Ratschlägen. Wismeth verdeutlichte, dass bei allen Geboten immer wieder das Heute und das Jetzt im Vordergrund stünden. Sofortiges Handeln sei gefordert bei den zehn Geboten des Papstes, er teilt sie ein in Leben, Sorgfalt, Glück, Realismus, Lesen, Handeln, Überwinden, Planen, Mut und Vertrauen. Die einzelnen Textstellen wurden mit Liedern und meditativer Musik umrahmt.

In einer kurzen Diskussion hatte fast jede der Frauen ein Gebot oder mehrere gefunden, die besonders auf ihre jeweilige Lebenssituation zutrafen. Pfarrer Eugen Wismeth legte ans Herz, sich auf Gottes Weisungen einzulassen und "das Vaterunser wirklich zu leben". Den kurzweiligen Nachmittag schloss der Geistliche mit dem Gedicht von Leonardo da Vinci „Botschaft sein“. Dabei streiten Papier und Tinte über ihre Bedeutung, doch nur gemeinsam können beide Botschaft sein. Dies übertrug Pfarrer Wismeth auf den Menschen, der als unbeschriebenes Blatt zur Welt komme. Das Leben fülle das leere Blatt und so werde der Mensch zur Botschaft.

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