15.06.2020 - 14:18 Uhr
WinklarnOberpfalz

Zweigleisig zum Dorfgemeinschaftshaus

Ein zentrales Thema beschäftigt den Winklarner Gemeinderat: In Muschenried soll ein Dorfgemeinschaftshaus entstehen.

Dieser Leerstand wurde für das Dorfgemeinschaftshaus in Muschenried vorgeschlagen.
von Annemarie MösbauerProfil

Ihren Wunsch hatte die Vereinsgemeinschaft Muschenried bereits in der Sitzung Ende April vorgetragen. Herbert Braun untermauerte nun in der letzten Gemeinderatssitzung im Namen aller Vereine den Antrag, ein Dorfgemeinschaftshaus zu schaffen.

Zur Sitzung waren auch alle Vereinsvorstände des Ortsteiles Muschenried eingeladen. Herbert Braun beschrieb die momentane Situation: Die fünf aktiven Vereine – Feuerwehr, Garten- und Ortsverschönerungsverein, Frauenbund, Krieger- und Soldatenkameradschaft Muschenried-Haag und Schützenverein Kreuzbergschützen – sowie verschiedene Gruppierungen wie KLJB, Gymnastikgruppe, Jagdgenossenschaft, Senioren und Ministranten hätten keinen geeigneten Platz, ihr Vereinsleben zu pflegen. Größere und selbst kleinere Veranstaltungen seien größtenteils nicht mehr möglich und somit komme das gesellschaftliche Miteinander zum Erliegen.

Der Schulungsraum im Feuerwehrhaus sei für Veranstaltungen nicht geeignet: Nur 50 Plätze und nur durch eine steile Treppe zu erreichen. Die Vereinsgemeinschaft schlug vor, das landwirtschaftliche Anwesen Lößl, jetzt Höcherl – mittlerweile ein Leerstand – zu erwerben und umzubauen.

Herbert Braun schlug folgende Nutzung vor: Das Wohnhaus als barrierefreies Mehrgenerationenhaus mit mindestens 100 Sitzplätzen, Küche und Räumlichkeiten für die einzelnen Gruppierungen, den Stadel für größere Veranstaltungen wie Jubiläumsfeste und den Stall für einen Schießstand mit Lagerräumen und Toiletten. Selbst ein Dorfcafe ist angedacht.

In der anschließenden Diskussion kamen viele Fragen auf: Wie viel Förderung ist möglich, welche Summen stehen im Raum, wie viel Geld bringen die Vereine mit ein, wie soll die Küche für 100 Personen aussehen, gibt es genügend Parkmöglichkeiten und wie sollen die laufenden Kosten gedeckt werden?

Da viele Aspekte nicht beantwortet werden konnten, vor allem die finanzielle Seite, kam der Vorschlag einen Neubau zu erstellen. Dieser wäre leichter zu kalkulieren, denn erst nach einer Grundlagenermittlung mit Standortanalyse durch einen Architekten können annähernde Sanierungskosten genannt werden.

So entschloss sich der Marktrat, zweigleisig zu fahren, Neubau und Leerstandsanierung. Der Antrag auf Einleitung einer sogenannten einfachen Dorferneuerung für den Ortsteil Muschenried zur Errichtung eines Dorfgemeinschaftshauses wurde genehmigt. Beim Amt für Ländliche Entwicklung Oberpfalz wird der Antrag auf vorzeitigen Vorhabensbeginn für den Erwerb eines Leerstandes oder den Erwerb eines Grundstückes für die Errichtung eines Neubaus und die Vergabe von Architektenleistungen der Leistungsphasen 1 bis 3 eingereicht.

Grünes Licht von Seiten der Marktgemeinde gab es für folgende Bauanträge: Aufstockung des bestehenden Garagengebäudes in Schneeberg; Neubau eines Einfamilienhauses mit Garage und Nebengebäude in Windhals; Neubau einer gewerblichen Lagerhalle in Schneeberg und Abbruch eines Nebengebäudes mit Neubau von Garagen in Muschenried.

Hintergrund:

Aufträge und Verträge

Bürgermeisterin Sonja Meier informierte noch über die Marktratsbeschlüsse der letzten nicht öffentlichen Sitzungen. Der Auftrag für das Holztor bei der Durchfahrt im Ostflügel des Thammerhauses wurde der Zimmerei Süß, Rottendorf erteilt. Den Auftrag zur Lieferung von Vorhängen im Thammerhaus erhielt das Gardinen-Atelier Johanna Kiefer aus Oberviechtach. Dabei wurde die Bürgermeisterin ermächtigt, über die endgültige Ausführungsvariante zu entscheiden. Mit der Firma Igl Umwelt-und Gebäudetechnik schloss die Marktgemeinde einen Wartungsvertrag für die Heizungsanlage im Thammerhaus. Auch den Wartungsvertrag mit der Firma Reinhard Mauerer, Waldmünchen, für die Heizungsanlage der Grundschule genehmigten die Markträte. Der nicht mehr benötigte Heizungsofen der Grundschule wird zum Verkauf angeboten. Sonja Meier kann ihn an den Meistbietenden angeben. Im Zuge der Asphaltierungsarbeiten der Gemeindeverbindungsstraße zum Fischerhof wird ein Teilstück von 25 Metern zum Privatgrund mitgeteert.

Der Grundsatzbeschluss steht

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