Bürgermeister Günter Kopp eröffnete als Notvorstand die Versammlung der Jagdangliederungsgenossenschaft Witzlasreuth. An deren Ende war der alte Vorstand dann auch wieder der neue.
Nach einer Gedenkminute für die verstorbenen Jagdgenossen erinnerte Vorsteher Stefan König an die Aktionen in den vergangenen beiden Jahren. So fand eine Vorstandssitzung im Vorfeld der anstehenden Jahreshauptversammlung statt, um die Terminabsprache und Organisation zu besprechen. Für die Inbetriebnahme des Holzspalters erfolgte eine Sicherheitsunterweisung.
In Vertretung von Kassier Tobias Reindl berichtete Joachim Reger von soliden Finanzen. Die Revisoren Mariele Lindner und Hermann König bestätigten die Ausführungen. Die reibungslos durchgeführten Neuwahlen erbrachten folgendes Ergebnis: Jagdvorsteher Stefan König, stellvertretender Jagdvorsteher Michael Sticht, Kassier Tobias Reindl, Schriftführer Joachim Reger, Beisitzer sind Thomas Philbert und Dieter Brunner, Kassenprüfer: Mariele Lindner und Hermann König.
Revierförster Wolfgang Schödel berichtete von einem größeren Schaden 2019 im Maisfeld und einem kleineren Vorfall 2021. Die Begleichung der Schäden erfolge über die Bayerischen Staatsforsten in Zusammenarbeit mit der Gemeinde. 2019 seien 36 Rehe geschossen worden, 2020 seien es 22 Rehe und 1 Rotwild gewesen. Zudem seien jeweils 3 Wildschweine in den beiden Jahren erlegt worden. Zur Unterstützung sei ein Berufsjäger mit eingesetzt worden. Der Förster wies nochmals darauf hin, dass es keine Sonderregelung zur Ablagerung von Rasenschnitt und anderen Dingen im Staatswald gebe. Die Entsorgung von Ästen und Heckrückschnitten sei nach Genehmigung durch den Förster möglich.
Der Klimawandel und seine Folgen seien ein allgegenwärtiges Thema. Gerade die Waldbestände seien für die CO2-Speicherung sehr wichtig. Außerdem seien sie Naherholungsgebiete und für die Naturliebhaber, Touristen, Wanderer und Radfahrer von großer Bedeutung und bestens zur Erholung und Entspannung geeignet, erklärte Bürgermeister Günter Kopp in seinem Grußwort. Er dankte dem Revierförster Wolfgang Schödel für die vertrauliche Zusammenarbeit sowie für die waidmännischen Aktivitäten. Dem alten und neuen Jagdvorsteher Stefan König zollte Kopp Lob für die gewissenhafte Erledigung seiner Aufgaben und die gute Harmonie zwischen allen Beteiligten. Auch den Jagdgenossen galt ein besonderer Dank für die Mitwirkung .
Der Vorsitzende des Kreisverbandes Tirschenreuth des Landesbundes für Vogelschutz, Klaus Krützfeldt, sprach sich für praktische Lösungen im Umgang mit dem Fischotter aus, der eine Bedrohung für die Teichwirtschaft darstelle. Es gelte, die Kluft zwischen der Landwirtschaft und den Naturschutzverbänden zu verbessern und den teilweise abgehobenen Naturschutz auf die Realität zurückzuführen. Die Bereitstellung von ausreichenden Flächen für diverse Lebewesen sei außerdem sehr wichtig und notwendig.
Abschließend dankte Jagdvorsteher Stefan König allen Anwesenden für den Besuch, dem Pächter für die Bereitstellung des Vereinsheimes sowie allen Helferinnen und Helfern im Vorfeld der Jahreshauptversammlung und lud im Anschluss die Jagdgenossen zum gemeinsamen Jagdessen ein.



















Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.