25.11.2019 - 11:02 Uhr
Wöllershof bei StörnsteinOberpfalz

Verbreitung von Angst und Hass nicht zulassen

Es war eine beeindruckende Gedenkfeier auf dem Soldatenfriedhof des Bezirkskrankenhauses Wöllershof. Nur ein paar Fackeln erhellten den Friedhof. An jedem Gedenkstein erinnerte eine Laterne an die hier begrabenen Soldaten.

Die Gedenkfeier in Wöllershof ist bewegend.
von Werner ArnoldProfil

Birgit Kraus sprach das Totengedenken von Bundespräsidenten Theodor Heuss, der 1952 den Volkstrauertag eingeführt hat. Bürgermeister Markus Ludwig betonte, dass Frieden in unserer Gesellschaft einen viel zu geringen Stellenwert besitze. "Oder liegt es daran, dass wir die Schrecken von Gewalt und Krieg nicht kennen und daher zu oberflächlich mit diesem Thema umgehen? Was früher undenkbar und unaussprechlich war, wird heutzutage in den Landes- und Bundesparlamenten schamlos ausgesprochen." Beleidigungen und Drohungen bis hin zum Aufruf zum Mord gegen Politiker seien Alltag.

Wenn an Stammtischen Parolen verbreitet werden, in denen Menschen diskriminiert und verachtet werden und wir dies zulassen, machen wir uns mitschuldig. Ludwig zitierte Bertold Brecht: "Das Gedächtnis der Menschheit für erduldete Leiden ist erstaunlich kurz. Ihre Vorstellungsgabe für kommende Leiden ist fast noch geringer.“

Nach der Gräbersegnung von Stadtpfarrer Josef Häring und Diakon Theo Margeth legte Ludwig einen Kranz nieder. Mit dem gemeinsam gesungenen Deutschlandlied endete die Gedenkfeier. Die Turmbläser gestalteten Gottesdienst und Gedenkfeier musikalisch mit.

Die Gedenkfeier in Wöllershof ist bewegend.
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