Wolfsbach bei Ensdorf
05.10.2026 - 21:47 Uhr
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Moritz Übler aus Wolfsbach erfüllt sich Traum vom Privatpilotenschein

Moritz Übler vereint Musik und Fliegen: Als Mitglied von „D’Übler Boum“ sorgt er für Stimmung auf Festen, während er als frisch geprüfter Privatpilot die Lüfte erkundet.

Moritz Übler aus Wolfsbach kennt man in der Öffentlichkeit als Mitglied der erfolgreichen Musikband „D’Übler Boum“. Mit seinem Bruder Marco und seinen beiden Cousins füllt er Kirwazelte, spielt auf Hochzeiten und Vereinsfesten zünftig auf der Quetschn. Ihre Klänge brachten die jungen Musiker bereits bis in den Augustinerkeller nach München. Bei seiner persönlichen Leidenschaft ist Moritz sozusagen auch ein Überflieger. Denn der Wolfsbacher brennt für Flugzeuge und setzt sich in seinem jungen Alter bereits selbst ans Steuer.

Sein Hobby krönte der 24-Jährige vor Kurzem mit der erfolgreich bestandenen Prüfung für den Flugschein zum Privatpiloten. Die Lizenz selbst erwartet der Flugzeugbegeisterte nun täglich in der Post. Dies ist der zweite Schritt in seinem Leben im Cockpit hoch oben über den Wolken. Im vergangenen Jahr hatte Moritz bereits die Lizenz für das Ultraleichtfliegen geschafft. Schon in seiner Jugend faszinierten ihn Flugzeuge, Cockpits und das Fliegen an sich.

Schnupperflug am Flugplatz Nittenau

Vor zwei Jahren hatte er sich bei einem Event am Flugplatz in Nittenau die Welt der Flugzeuge näher angeschaut und nach ein paar Wochen dort seinen ersten begleiteten Schnupperflug bei einer Flugschule unternommen. „Das hat mir so sehr gefallen und mich nicht mehr losgelassen, dass ich auch die ersten Flugstunden schon kurz darauf in Latsch genommen habe“, so Moritz. Als er von seinen ersten Erlebnissen in einem Ultraleichtflieger erzählt, ist ihm die Begeisterung sehr anzumerken.

Um die erste Stufe im Leben eines Hobbypiloten erfolgreich zu meistern, musste Moritz mindestens 30 Flugstunden nehmen. Gelernt wurde für den Flugschein zum Ultraleichtfliegen am Steuer einer Ikarus-C-42. Nach drei Theoriewochenenden legte er die erste Prüfung erfolgreich an der Flugschule bei Weiden ab.

Ultraleichtflug mit Opa

Mittlerweile hat auch seinen Opa Erwin die Faszination am Fliegen gepackt. Zusammen hebten sie bereits mehrmals im Ultraleichtflieger ab. Bei den Erinnerungen an ihren ersten gemeinsamen Opa-Enkel Flug nach St. Johann in Tirol kommen sie schnell ins Schwärmen. „Der Blick über den Chiemsee und die Fraueninsel waren sehr beeindruckend“, schwärmt Opa Erwin. Der Flug selbst dauerte gerade mal 75 Minuten, für rund 300 Kilometer. In St. Johann angekommen, führte sie der Hunger ins nahegelegene Wirtshaus. Dabei gab es eine Begebenheit, bei der beide heute noch kräftig lachen müssen.

Am Nachbartisch wollten die Gäste wissen, woher sie kommen. „Aus der Nähe von Amberg“, was die Tischnachbarn mit einem Schulterzucken quittierten. Wie weit es denn sei bis nach Tirol von Amberg aus? war die nächste Frage. Erwin schmunzelte und antwortete: „So 300 KM, aber wie weit es auf der Straße ist, wissen wir nicht, denn wir sind mit dem Flugzeug da“. Diesen Satz wollte ihnen keiner glauben. „Die haben gedacht, wir erzählen da einen gscheiden Schmarrn“, lacht Erwin.

Ein weiteres Flugziel für das Duo war Vrsar in Istrien, mit Zwischenstopp am Wörther See. Erwin ist mächtig stolz auf seinen Enkel, der mit viel Hingabe und Willenskraft seine Leidenschaft fürs Fliegen in die Realität umsetzt. Vor einem Jahr führte das Hobby Moritz zum Aeroclub Schmidgaden. Dort ist er bereits sehr integriert. Anfang diesen Jahres wurde der 24-Jährige in ein Vorstandsamt gewählt.

Privatpilotenlizenz in Nürnberg

Über den Verein nahm Moritz auch den nächsthöheren Flugschein in Angriff. Die kürzlich abgelegte Prüfung zur Privatpilotenlizenz war sehr anspruchsvoll für den jungen Piloten. Mit Prüfer vom Nürnberger Luftamt und dem Fluglehrer ging es vom Verkehrsflughafen Nürnberg Richtung Bayreuth und zurück. Das BZF 1 Sprechfunkzeugnis auf Englisch vorab forderte ihn zudem. Auf das aktuelle Thema „Spritpreise“ angesprochen, erklärt Moritz, dass so ein Ultraleichtflieger rund 15 Liter Super in Stunde verbraucht.

Bei einem besonderen „Herzenflug“ lenkte er den Flieger über seine Heimat Wolfsbach im Unteren Vilstal. Natürlich ist für den flugbegeisterten Vilstaler jetzt noch nicht Schluss. Als nächstes taucht am Horizont der Nachtflug- und Instrumentenschein auf. Dann könnte er auch in einem höheren Luftraum und in weiteren Entfernungen Flugturns unternehmen. Als nächster Flug mit seinem Opa Erwin ist ein Trip nach Salzburg geplant. „Kurzstrecke …“, schmunzelt Moritz.

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