Bürgermeister Markus Dollacker hatte zu der Zusammenkunft ins Feuerwehrhaus in Wolfsbach eingeladen. Zusammen mit Architektin Martina Dietrich vom Planungsbüro Stadt und Raum aus Amberg stürzten sich die Kinder Marlena mit Julia, Marlena, Martha und Vincent – der Hannes kuschelte lieber mit Mama oder Papa – mit Vehemenz in die Gestaltung ihres neuen Spielplatzes. Dabei arbeiteten sie mit verschiedenen Materialen, sogar Federn waren dabei. Sie errichteten eine Seilbahn, pflanzen mit Leim Bäume, und sogar ein Pferd verirrte sich auf die Anlage.
Die Erwachsenen diskutierten währenddessen anhand der Pläne mit Bürgermeister Dollacker über die Lage, die Anfahrtswege und die Gestaltung des Spielplatzes, aber auch über neue Spielgeräte und den Termin der Fertigstellung. Dollacker informierte, dass der Weg von der Burgstallstraße zum Spielplatz seiner Meinung nach asphaltiert werden müsse, um eine Staubbelästigung zu vermeiden. Zudem müsse die Breite des Weges eine Nutzung durch landwirtschaftliche Fahrzeuge erlauben und den Eltern die Anfahrt mit dem Auto ermöglichen. Ein zweiter Zugang vom Fünf-Flüsse-Wander- und Radweg sei notwendig. Da das neue Gelände rund zweieinhalbmal so groß wie der alte Spielplatz sei, sah der Bürgermeister sogar die Möglichkeit, einen Bolzplatz mit Toren zu installieren. Natürlich würden die guten Geräte des alten Spielplatzes einschließlich der Seilbahn wieder installiert, aber auch neue zugekauft, kündigte er an. Ein Pavillon solle eine Unterstellmöglichkeit bieten. Ein Spielplatz für alle Altersklassen und in verschiedene Bereiche gegliedert solle entstehen. Ein stabiler robuster Bagger für die Kinder, wäre, wenn es das Budget hergebe, gerade in Wolfsbach angebracht, lautete ein Vorschlag. Auch Sitzgruppen für die beaufsichtigenden Mütter seien möglich, meinte der Bürgermeister. Nur bei den angeregten Toiletten hatte er Bedenken, denn: „Wer kümmert sich um die Sauberhaltung?“
Dollacker teilte mit, dass die Ausschreibung für das Baugebiet laufe, spätestens im nächsten Jahr sei Baubeginn. Noch heuer werde der Spielplatz umziehen. Nicht sicher sei es jedoch, ob er auch gleich bespielbar sein werde. Auch mit der Beschattung durch Bäume werde es einige Zeit dauern, sagte der Bürgermeister, die müssten ja erst wachsen. Im Notfall werde man Sonnensegel anbringen.
Am Ende der Kinder-Bürgerversammlung hatten die Mädchen und Buben zusammen mit Architektin Martina Dietrich ihren Spielplatz fertiggebaut. Sie waren zufrieden damit und überzeugt: „Bei uns würde alles viel schneller gehen.“















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