Weitere Bauplätze im Ort zu erschließen sei nicht machbar, so Bürgermeister Markus Dollacker. Die Grundstücke, wie in der Versammlung gefordert, nur an Wolfsbacher zu vergeben, sei aber rechtlich nicht möglich. Er schlug vor, die Vergabe an Auflagen zu binden, wie beim Freudenberger Modell. Den bereits gestellten SPD-Antrag zu den Vergabekriterien beim Dietfurter Modell im Gemeinderat zu behandeln, forderte dazu Gemeinderat Johann Ram.
Kritik gab es zur mangelhaften Beleuchtung am Friedhof, zur Baumfällaktion am Burgstall und dem Seggegras auf Gemeindegrund. "Macht daraus eine Blumenwiese", so eine Forderung aus dem Plenum. Kein Widerwort gab es zur vielfach angegriffenen Verlegung des Spielplatzes im Baugebiet Strohberg Nord. Hier würden die Spielgeräte, die ja sehr gut erhalten seien, wieder aufgebaut.
Über neue Spielgeräte und Platzgestaltung werde mit Kindern und Jugendlichen in einer eigenen Bürgerversammlung für diesen Kreis gesprochen, so Dollacker. Zu Beginn der Bürgerversammlung hatte er Zahlen und Daten zur Gemeinde aufgelistet. So zähle die Kommune 2305 Einwohner, 546 davon leben in Wolfsbach mit Ortsteilen. 20 Geburten und 35 Sterbefälle - "die Diskrepanz liegt am Altenheim" - seien im Standesamt eingetragen worden. Detailliert ging der Bürgermeister auch auf die finanzielle Lage der Gemeinde ein und betonte: "Der Schuldenstand wurde massiv durch die Tilgungsleistung von 227 800 Euro gesenkt". Ensdorfs Pro-Kopf-Verschuldung betrage nun 398 Euro, der Bayerndurchschnitt liege bei 605 Euro.
Den Einnahmen wie Gewerbesteuer von 635 000 Euro, Schlüsselzuweisungen (519 000 Euro) sowie Miet- und Pachteinnahmen (116 600 Euro) stellte Dollacker die größten Ausgaben wie Gewerbesteuerumlage (106 600 Euro), Kreisumlage (980 000 Euro), Schulverbandsumlage Ensdorf (77 000 Euro) und Rieden (171 500 Euro) wie auch die Zuschüsse zu den Personalkosten des Kindergartenpersonals (472 500 Euro) gegenüber.
Für die Neuanschaffung je eines Mittleren Löschfahrzeugs (MLF) für die Feuerwehren Ensdorf und Wolfsbach seien bis dato 100 000 Euro ausgegeben worden, teilte Dollacker mit. Für den Bau der Krippe und des barrierefreien Übergangs seien von den veranschlagten rund 1,1 Millionen Euro bisher 850 000 Euro verbaut worden. "Der Kostenrahmen wurde eingehalten." Ein Zuschuss von 815 000 Euro ist zu erwarten. Weitere Themen waren der Torbogenausbau in Hirschwald, die Neugestaltung des Pausenhofs in der Mittelschule aber auch Hundekot, verbunden mit einem Appell an alle Hundebesitzer die "Tretminen" doch zu entsorgen".
Zum Edeka-Markt im Dienstleistungszentrum Don Bosco, für Dollacker ein wichtiger Meilenstein für die Gemeinde, sagte er: "Wir bleiben dran, es schaut ganz gut aus." Die Sanierung der Wege und Gräberfelder des Ensdorfer Friedhofs werde bei Kosten von 270 000 Euro in Angriff genommen. Für den Fortbestand des Schotterwerks in Wolfsbach, so führte der Bürgermeister aus, sei eine Rückhaltung mit Absetzbecken erforderlich und gab nähere Erläuterungen zu Planung und Neubau des gemeindlichen Bauhofs. Das Landschaftskino am Jurasteig am Eggenberg werde heuer eröffnet, so Dollacker. Er nannte den Bildungspakt und Bayern Digital II an der Mittelschule ein "auf mehrere Jahre angelegtes Förderprogramm für Hard- und Software mit gewaltigen Investitionen in die schulische Bildung".
Der Glasfaserausbau müsste heuer fertiggestellt werden, ist Dollacker überzeugt; für das zweite Verfahren sehe er eine Ausbauzeit bis Ende 2020. Weniger schön sei für ihn die Bayern-Mobilfunkförderung. "Das ist ein sehr eingeengtes Verfahren."
















Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.