27.08.2018 - 14:27 Uhr
Woppenrieth bei TännesbergOberpfalz

Schönste Kirwa, beste Kirwakids

20 Jahre Kirwaleit Woppenrieth, am Sonntag ein rekordverdächtiger Besuch und viele neue einstudierte Volkstänze: Das ist die stolze Bilanz der Rosswampenkirwa, die sich längst weithin einen guten Namen gemacht hat.

Die erstmaligen Auftritte der sechs Kirwakids-Paare sind einer der vielen Höhepunkte der Rosswampenkirwa. Die Volkstänze hat Anita Kraus mit einigen Müttern einstudiert.
von Erich SpickenreitherProfil

Die frühere Woppenrietherin Claudia Bauer erinnert sich noch an die Anfänge 1999 und lässt keinen Zweifel daran, dass die Rosswampenkirwa für sie die schönste ist. Sie komme deshalb um diese Zeit jedes Jahr gerne in ihre Heimat. Mit Robert Piehler, bekannt unter "Popeye", aus Kemnath am Buchberg habe alles begonnen. Hans Wild aus Hirschau habe seine Nachfolge übernommen.

15 Kirwapaare

Heute würden die Kirwaleit alles selber in die Hände nehmen. Veronika Rupprecht sei in diesem Jahr federführend gewesen. Kirwachef Manuel Bodensteiner kümmert sich um die Organisation, sein Cousin Thomas um die Finanzen. In dieser Gemeinschaft fühlt sich jeder pudelwohl und ist deshalb gerne dabei. Die 15 Kirwapaare in diesem Jahr waren dafür wieder der beste Beweis.

Bereits am Freitag trafen sich alle zur Vorkirchweih beim Organisationschef in Wieselrieth. Beim Aufstellen des Kirwabaums am Samstagnachmittag halfen alle zusammen. Auf "ihren Kirwabaum" waren alle stolz. Im Kirwaherz am Baumstamm hatte sich vorher jeder mit seinem Namen verewigt. Einwandfrei verlief zum Schluss die Generalprobe. Was sollte da am Sonntag noch schiefgehen? Grund zum Feiern im Dorfwirtshaus Bauer hatten am Abend alle mit der Kirwamusi, den Geschwistern Baier aus Wittschau.. Kirwaleit müssen Stehvermögen haben. Nach einer kurzen Nacht feierten alle Kirwapaare den 8.30-Uhr-Gottesdienst mit dem Leuchtenberger Pfarrer Adam Nieciecki in der St.-Emmeramskirche mit. Die Lieder begleitete Christa Bayerl, geborene Uschold, die jetzt in Pirk wohnt, auf der Orgel. "In Wopppenrieth findet man eine lebendige Glaubensgemeinschaft vor", lobte der Geistliche.

Zu den Klängen der Geschwister Baier zogen anschließend Kirwakids und -paare zum Dorfplatz, wo sich schon viele Besucher versammelt hatten. Dort warteten die Leuchtenberger Rathauschefs Anton Kappl und Karl Liegl und Tännesbergs zweiter Bürgermeister Hans-Peter Klünner gespannt auf die Auftritte. "Dou geht da as Herz af", brachte es Wolfgang Braun aus Unterlind bei den Tänzen der sechs Kirwakids-Paare auf den Punkt.

Die Kleinen absolvierten ihre Premiere ganz ohne Lampenfieber. Der Dank galt Anita Kraus, die mit einigen Müttern die Volkstänze einstudiert hatte. Dieses schöne Brauchtum dürfte bei solch einem Nachwuchs Zukunft haben.

"Der Zusammenhalt ist hier optimal", sagte eine Mutter, deren Sohn zum ersten Mal bei den Kirwapaaren mitgetanzt hat. Die legten sich dann ins Zeug, begleitet von den Geschwistern Baier. Veronika Rupprecht hatte die Choreographie größtenteils neu einstudiert. Immer wieder schallte es laut übers Pfreimdtal: "Wer hot die besten Kirwakids, die schönsten Kirwamoila, die beste Kirwamusi und die schönste Kirwa?" Deftig bayrisch war darauf immer die klare Antwort. Ihr Wunsch war es, dass "die Kirwa niat noulaua sul".

Begeisterte Besucher

Die vielen Besucher waren alle von den Volkstänzen, dem Bankerltanz oder dem Bandltanz restlos begeistert, mussten herzhaft lachen, was drei Kirwaburschn beim Derblecken in Mundart auftischten. Die Rosswampenkirwa 2018 wird allen in bester Erinnerung bleiben.

Nach dem Fototermin und dem Aufräumen freuten sich alle auf den musikalischen Frühschoppen. Die vielen zusätzlich im Freien aufgestellten Sitzgelegenheiten wurden auch diesmal wieder knapp. Zum Ausklang spielte am Abend im Dorfwirtshaus Alleinunterhalter Andreas Augustin mit seinem Akkordeon.

Starken Beifall gibt es von den vielen Besuchern auch für die vielen Volkstänze der 15 Kirwapaare (auf dem Foto der Bandltanz), mit Veronika Rupprecht größtenteils neu arrangiert.

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