29.11.2019 - 10:27 Uhr
WunsiedelOberpfalz

700 Teddys im Fichtelgebirgsmuseum

"In die Augen pusten und an den Ohren ziehen: Dann zeigt Teddy sein liebstes Gesicht", sagt Lutz Reike. Stimmt! 700 kuschelige Bären aus der Sammlung des Dresdeners bevölkern bis zum April nächsten Jahres das Fichtelgebirgsmuseum.

von Gisela KuhbandnerProfil

Sie bewohnen 16 Räume, wohnen in der "guten Stube", im Weihnachtszimmer, reisen in Tretautos der verschiedenen Zeiträume durch die Ausstellung. Sie sind unterwegs auf Tauchgang im Unterseeboot, als napoleonische Jäger auf Plüschpferden, werden gesund in der "Bärwaldklinik". Hunderte von weiteren Teddys - kleine, große, historische, selbstgenähte - erzählen hinter Glas geschützt spannende, berührende Familiengeschichten.

Da ist "Sabine", die ein kurzes und ein langes Bein hat, sogar einen Hausbrand überstand und ihre Besitzerin ein langes Leben lang begleitete. "Karl" reiste mit einem britischen Forscher durch Schnee und Eis bis an den Nordpol. Und Antjes Mutter opferte in der Nachkriegszeit sogar eine Decke, um für ihre Tochter das sehnlichst erwünschte Bärenmädchen "Anni" zu nähen.

Natürlich darf auch "Bärle" nicht fehlen. 1902 entwickelte Richard Steiff, der Neffe von Margarete Steiff, den ersten beweglichen Spielzeugbären: "Bärle" wurde 1903 auf der Spielzeugmesse in Leipzig vorgestellt und weltbekannt. Unübersehbar ist der beeindruckende überlebensgroße Eisbär, geschaffen von der Dresdner Theaterplastikerin Annekatrin Härtel.

Leiterin Dr. Sabine Zehentmeier-Lang freut sich über das jetzt schon große Interesse an der "bärenstarken Welt der Teddys".

Teddys berühmter Hersteller befinden sich in bester Nachbarschaft mit Werbebären. Erlaubt ist auch ein Blick in die Teddybären-Fabrik. Berühmte Helden wie Winnie Puuh oder Paddington-Bär und seine Freude sind in Bilderbüchern zu Besuch. Schriften, seltene Gemälde, Bücher, Fotos und historische Dokumente beleuchten den kuscheligen Gesellen aus allen erdenklichen Blickwinkeln und erklären auch, was der amerikanische Präsident Theodore Roosevelt mit der Namensgebung zu hat.

Für die kleinen Gäste stehen Mitmachstationen bereit. Eilige können sich an einem Teddy-Automaten eine Erinnerung "ziehen" oder - mit Muße - den Museumsshop besuchen, wo es auch den kleinen "Reisebären" zu kaufen gibt. Unter den Besuchern wird ein Steiff-Teddy 1920 Classic verlost.

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