23.06.2020 - 12:58 Uhr
WunsiedelOberpfalz

Fundierte Ausbildung mit viel Praxis

Die Absolventen des Kurses „Restaurator im Steinmetz- und Steinbildhauerhandwerk“ genossen das hohe Ausbildungsniveau.
von Externer BeitragProfil

Seit über 25 Jahren bietet das Europäische Fortbildungszentrum für das Steinmetz- und Steinbildhauerhandwerk in Wunsiedel Weiterbildungen zum Thema Konservierung und Restaurierung an. Der jüngste Kurs zum "Restaurator im Steinmetz- und Steinbildhauerhandwerk" konnte wegen der Corona-Pandemie zwar verspätet, aber dennoch erfolgreich abgeschlossen werden, informiert eine Pressemitteilung des Fortbildungszentrums.

Eine fundierte Ausbildung für Steinmetze und Steinbildhauer im Bereich der Konservierung und Restaurierung habe Tradition in Wunsiedel. Der Kurs "Restaurator im Steinmetz- und Steinbildhauerhandwerk" beispielsweise wird nach bundeseinheitlichem Lehrplan unterrichtet und schließt mit einer Prüfung vor der Handwerkskammer für Oberfranken ab.

Aus ganz Deutschland

Die Teilnehmer des jüngsten Kurses kamen aus ganz Deutschland. Ihnen wurden Inhalte zu den Themen Denkmalpflege und Denkmalschutz, naturwissenschaftliche Grundlagen (Gesteine, Physik, Chemie, Baustoffe, Putze, Mörtel, Betone), Steinreinigung und Steinkonservierung, Bestandsaufnahme und Dokumentation, Steinersatzstoffe, Formenbau und Kopien herstellen, Rekonstruktionstechniken, Steinergänzung und Steinerneuerung sowie Farbe auf Baustoffen vermittelt

Neue Entwicklungen

Neben den Fachleuten vor Ort vermitteln stets zahlreiche Referenten aus dem Handwerk, der Industrie, von Dombauhütten, Denkmalfachbehörden und Universitäten ihr Wissen. Außerdem bringen die Kursteilnehmer selbst ihr Fachwissen und Können in den Unterricht mit ein, so das Europäische Fortbildungszentrum für das Steinmetzhandwerk. "Auch erfahrene Steinmetze nutzen regelmäßig das Bildungsangebot, um neue Entwicklungen in der Methodik oder Technik zu erfahren."

In Wunsiedel wird neben dem theoretischen Unterricht besonderer Wert auf die Praxis in Werkstatt und Labor gelegt, wobei auch schwierige Restaurierungsprobleme an Natursteinoriginalen nach den neuesten Erkenntnissen der Wissenschaft und Technik behandelt werden, so das Fortbildungszentrum. Vervollständigt werde die Ausbildung durch Exkursionen und Arbeitsbesuche unter fachkundiger Leitung zu kulturhistorisch wertvollen Bauwerken und Denkmalen. Dabei würden ausgeführte Restaurierungsarbeiten mit Fachleuten vor Ort und den begleitenden Fachdozenten diskutiert, dokumentiert und bewertet. Dieses Jahr musste leider aufgrund der Corona-Pandemie der jährliche Höhepunkt für die Restauratoren ausfallen: die einwöchige Verlegung des Unterrichtsortes ins Ausland. Doch das wird nachgeholt, verspricht das Fortbildungszentrum: "Die frisch gebackenen Restauratoren reisen einfach beim kommenden Kurs mit." Der nächste Restauratorenkurs beginnt am 2. November 2020. Weitere Informationen und Anmeldungen unter Telefon 09232/1038.

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