Röslau. Nach der Sprengung eines Geldautomaten am Donnerstagmorgen in Röslau startete über die Einsatzzentrale Oberfranken die Fahndung nach den Tätern. "Aufgrund der Erkenntnisse gingen die Beamten schnell von einer gut organisierten Bande, professioneller Planung und Tatausführung sowie zu erwartendem, rücksichtslosem Verhalten gegenüber Polizeibeamten aus", heißt es dazu in einer gemeinsamen Erklärung des Polizeipräsidiums Oberfranken und der Staatsanwaltschaft Hof. Die Einsatzkräfte aus Hochfranken erhielten Unterstützung durch die Bayerischen Bereitschaftspolizei sowie der Bundespolizei Selb. Spezialeinsatzkräfte, Diensthundeführer und die Hubschrauberstaffel aus Mittelfranken waren ebenso im Einsatz wie Beamte des Bayerischen Landeskriminalamtes aus München.
Wald durchsucht - Fahrzeuge sichergestellt
Nachdem bei der Verfolgung eines weißen VW Golf von der Nähe des Tatortes bis zum Selber Ortsteil Heidelheim Personen in ein Waldgebiet geflüchtet war, umstellten Einsatzkräfte diesen Bereich. Dann durchkämmten Beamte das mehrere Quadratkilometer große Waldstück. Dabei war erneut ein Polizeihubschrauber im Einsatz. Kriminalbeamte stellten den zurückgelassenen VW mit den Kennzeichen aus dem Zulassungsbereich „EU-“ sicher und ließen ihn abschleppen. Am Vormittag hatten Einsatzkräfte bereits einen zurückgelassenen Roller ohne Kennzeichen in Marktleuthen entdeckt und sichergestellt. Bei diesem könnte es sich um das Zweirad handeln, das einer der Täter zur Flucht genutzt hatte. Die Fahrzeuge werden von Spezialisten der Hofer Kripo untersucht.
Tatverdächtiger festgenommen
Gegen Mittag überprüften Bundespolizisten einen Mann, der in Marktleuthen, wenige Kilometer vom Tatort entfernt, unterwegs war. Schnell erhärtete sich der Verdacht, dass der 21-Jährige mit Wohnsitz in den Niederlanden im Zusammenhang mit der Tat stehen könnte. Die Beamten nahmen ihn vorläufig fest. Bei den Ermittlungen der Hofer Kripo gelang es, weitere Erkenntnisse zu dem Tatverdächtigen, den Fahrzeugen und der Tat zu sammeln. Aufgrund dieser Ergebnisse erging am Donnerstagnachmittag auf Antrag der Staatsanwaltschaft Hof Haftbefehl gegen den Beschuldigten wegen Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion und versuchten schweren Bandendiebstahls.
Festnahme eines Komplizen nach Hinweisen aus Bevölkerung
Am frühen Abend meldeten Zeugen einen verdächtigen Mann im Schönwalder Stadtteil Brunn. Polizeibeamte entdeckten kurz darauf einen 30-Jährigen. Aufgrund vorliegender Erkenntnisse nahmen sie den in den Niederlanden wohnhaften Mann vorläufig fest. Auch gegen ihn erging Haftbefehl. Nach aktuellen Erkenntnissen haben die Täter bei der Sprengung des Geldautomaten vermutlich kein Geld erbeutet. Die Ermittlungen zu weiteren Mitgliedern der Bande und ihren Taten laufen weiter auf Hochtouren.
Die Kripobeamten fragen:
- Wer kann Hinweise zu der Herkunft des abgebildeten Rollers geben?
- Wem ist der Roller am Donnerstag mit einem Fahrer aufgefallen?
- Wer kann sonst Angaben machen, die in Zusammenhang mit der Sprengung des Geldautomaten stehen könnten?
Zeugen werden gebeten, sich mit der Kriminalpolizei Hof unter der Telefonnummer 09281/704-0 in Verbindung zu setzen.
















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