12.08.2018 - 14:16 Uhr
WunsiedelOberpfalz

Hexenjagd und Kampfgetümmel

Tausende Besucher erleben am Wochenende am Katharinenberg ein beeindruckendes Spektakel. Das bunte Treiben lässt nicht nur die Herzen von Mittelalter-Fans höher schlagen.

von Josef RosnerProfil

Um Jahrhunderte zurückversetzt präsentierte sich am Wochenende die Stadt Wunsiedel. Der Verein "Die Hundlinge" hatte zum 10. "Collis Clamat" auf den Hausberg der Wunsiedler eingeladen. Entstanden ist dort für mehrere Tage eine kleine mittelalterliche Stadt, bevölkert von rund 70 Gruppen. Bei bestem Sommerwetter übernachtete der Großteil der Darsteller und Teilnehmer in der aufgebauten Zeltstadt. Organisator Michael "Fuxi" Fuchs und seine Mitstreiter wurden für ihre Mühen mit einem überragenden Besuch von Gästen aus dem ganzen Freistaat und darüber hinaus belohnt. Vor allem am Samstag und am Sonntag stürmten die Besucher das Gelände. An den Kassen bildeten sich teils lange Warteschlangen.

Henker auf der Suche

In der mittelalterlichen Stadt ging so richtig die Post ab, neben vielen Verkaufsständen sorgten musikalische Darbietungen und zahlreiche Vorführungen für Aufsehen. Mit dabei war auch Henker Hubertus alias Hubert Haubner aus Plößberg. Der Henker suchte eine fränkische Hexe, die am Abend auf dem "Scheiterhaufen" verbrannt werden sollte. Begleitet wurde er dabei von tollen Musikern. Staunend verfolgten die Besucher, was Gaukler und Artisten an Kunststücken zeigten. Derweil machten es sich zahlreiche Angehörige der Mittelalterszene in ihren Lagern gemütlich. Dort wurde frisch gekocht, zumeist am eigenen Lagerfeuer. Zwischendurch galt es immer wieder mal, vorbeiziehende finstere Gesellen in die Flucht zu schlagen.

Schlacht mit Pausen

Zu den Höhepunkten zählte am frühen Samstagabend eine nachgestellte Schlacht mit Sturm auf die Burg des Markgrafen. Rund 100 Darsteller verwandelten die Arena in ein Schlachtfeld. Bewaffnet mit Schwertern und Speeren gingen die Kämpfer aufeinander los. Angefeuert von ihren Kommandanten lieferten sich die Kontrahenten verbissene Gefechte, wobei letztendlich der Markgraf und seine Getreuen unterlagen. Moderator Michael Fuchs informierte die Besucher über die einzelnen Kampfszenen. Eines hatten die Organisatoren nicht vergessen: Wegen des warmen Sommerwetters gab es für alle Akteure Trinkpausen, schließlich wogen die Rüstungen bis zu 20 Kilogramm. Weitere Höhepunkte waren mit Einbruch der Dunkelheit die Hexenverbrennung sowie die Katapultschüsse, die natürlich ein großes Besucherinteresse fanden.

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