24.01.2019 - 15:52 Uhr
WunsiedelOberpfalz

Holger Grießhammer will Landrat werden

Alle Verantwortlichen der SPD im Landkreis Wunsiedel stehen hinter dem Kandidaten. Bei der Wahl 2020 will Holger Grießhammer gegen Peter Berek antreten, der für die CSU um das Amt des Landrats ins Rennen geht.

Viele Sozialdemokraten für einen – für Landratskandidat Holger Grießhammer (vorne). Unterstützung versprachen ihm neben den Verantwortlichen des Kreisverbands Wunsiedel auch Landtagsabgeordnete, Kreistagsmitglieder, Bürgermeister sowie ehemalige Mandatsträger der Sozialdemokraten.
von Autor FPHProfil

Ein eiskalter Auftakt – bei minus zwölf Grad hat Weißenstadts zweiter Bürgermeister Holger Grießhammer am Dienstagmorgen offiziell bestätigt: „Ich will der neue Landrat werden.“ Abzuwarten bleibt, ob bis Frühjahr 2020 ein heißer Wahlkampf folgen wird. Nachdem der Bad Alexandersbader Bürgermeister Peter Berek bereits Ende 2018 seine Bereitschaft bekundet hatte, für die CSU ins Rennen zu gehen, legte nun die zweite Partei im Kreis Wunsiedel ihre Karten auf den Tisch – garniert mit ersten Wahlkampf-Sprüchen: „Holger – einer von uns, einer für uns“ skandierte SPD-Landtagsabgeordnete Inge Aures. „Der Holger, der kann es, der macht es“, betonte SPD-Kreisvorsitzender Jörg Nürnberger mehrfach.

Für Holger Grießhammer selbst war der Vorstellungstermin im wahrsten Sinne des Wortes ein Heimspiel. Im Schönlinder Gasthof „Birkenhof“, nur einen Steinwurf vom Wohn- und Firmensitz des Maler- und Lackierermeisters entfernt, gab der SPD-Kreisverband Fichtelgebirge grünes Licht für die Kandidatur des 36 Jahre alten Familienvaters. Auch seine Frau Nicole, mit der er fünf Kinder großzieht, signalisierte Unterstützung.

„Wir stellen unsere Empfehlung für Holger Grießhammer auf eine breite Basis“, sagte Jörg Nürnberger: Neben den Verantwortlichen des Kreisverbands stünden Landtagsabgeordnete, Kreistagsmitglieder, Bürgermeister, Ortsvereinsvorsitzende sowie ehemalige Mandatsträger der Sozialdemokraten im Kreis Wunsiedel ebenfalls hinter Grießhammer. Die offizielle Nominierung des Landratskandidaten im Mai mit Delegierten und Wahl-Konferenz dürfte somit reine Formsache sein.

„Unser Landratskandidat heißt Holger Grießhammer – wir haben den Besten ausgewählt“, betonte Nürnberger. Weißenstadts zweiter Bürgermeister sei ein junger, dynamischer Macher – im oberfränkischen Bezirkstag habe er sogar den SPD-Fraktionsvorsitz übernommen. Zudem engagiere er sich als Kreisrat und Mitglied des Kreisausschusses.

Grießhammers positive Entwicklung zeige, wie konsequent er Ziele verfolge und umsetze. „Genau dieses Gestalten statt nur zu verwalten macht das Amt des Landrats aus.“

Mit 18 Jahren sei der Weißenstädter in die SPD eingetreten. „Zwei Jahre später war er schon Ortsvorsitzender in Schönlind“, sagte der Kreisvorsitzende. Zwischendurch konzentrierte sich Grießhammer stärker auf die Familie. „Diese Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist in der SPD gut möglich“, sagte der Kreisvorsitzende. 2011 gründete Grießhammer seine eigene Firma, seit 2014 arbeite er zusätzlich als ehrenamtlicher Richter in Hof. Aktiv sei er auch in zahlreichen Organisationen und Vereinen, zum Beispiel in der Gewerkschaft, der DLRG, dem BRK und der AWO. „Glücksgriff“ nannte Inge Aures Holger Grießhammer – er sei genau der richtige Kandidat.

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