Etwa 4000 Jahre ist der Steinkreis Stonehenge nahe Amesbury im Süden Großbritanniens alt. Die Stadt Wunsiedel plant nun eine Kopie der Weltkulturerbe-Stätte und will damit den Tourismus ankurbeln. Unter dem Namen "Wunhenge" soll die Nachbildung des weltberühmten Steinkreises auf dem Katharinenberg südlich von Wunsiedel entstehen. Dafür habe der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung gestimmt, teilte die Stadt in einem Schreiben mit.
Das Material von "Wunhenge" hat allerdings nichts mit dem Original zu tun. Aus Kostengründen soll auf ein preiswerteres Material zurückgegriffen werden. Man werde jedoch weder optisch noch haptisch einen Unterschied zum Original feststellen können, glaubt zumindest der Geschäftsführer des ortsansässigen Unternehmers, der für die Fertigstellung verantwortlich ist.
Die Region Wunsiedel habe unter anderem dank Felsenlabyrinth und Festspielen touristisch bereits sehr viel zu bieten, sagte Erster Bürgermeister Nicolas Lahovnik (CSU). Wenn die Stadt jedoch wieder ein größeres Hotel haben wolle, das für größere Übernachtungszahlen sorgen könne, fehle eine ganzjährige Attraktion, so Lahovnik. "Wunhenge" sei ein solcher "Frequenzbringer". Erste Ideen für das Projekt seien bereits vor mehreren Jahren entstanden, so Lahovnik weiter.
An dem ursprünglichen Standort sei das Vorhaben allerdings unter anderem aufgrund von Eigentumsverhältnissen gescheitert. Die Verantwortlichen schätzten die Besucherzahlen für "Wunhenge" damals auf 100 000 Besucher pro Jahr.















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