24.08.2021 - 10:41 Uhr
Wurz bei PüchersreuthOberpfalz

Klangteppiche von Geige und Akkordeon im Wurzer Marstall

Miroslav Vilímec an der Violine und Jarmila Vlachová am Akkordeon servierten ein abwechslungsreiches und mitreißendes Programm in Wurz
von Holger Stiegler (STG)Profil

Die Darbietung bei den Wurzer Sommerkonzerten am Sonntagnachmittag lockte zahlreiche Interessierte an, war es doch eine eher ungewöhnliche instrumentale Kombination, die präsentiert wurde. Miroslav Vilímec an der Violine und Jarmila Vlachová am Akkordeon lieferten ein ebenso abwechslungsreiches und mitreißendes Programm ab, das die Zuhörer mit äußerst kräftigem Applaus würdigten.

Die 60 Plätze im Gewölbe waren schnell belegt, das Wetter hielt aber den ein oder anderen Musikfreund nicht davon ab, unter einem Zeltpavillon Platz zu nehmen und der Musik zu lauschen. Die beiden renommierten Instrumentalisten aus dem Nachbarland Tschechien schlugen mit ihrem Programm einen großen thematischen Bogen über mehrere Jahrhunderte und mehrere Länder.

Zu hören waren unter anderem Kompositionen von Joseph Sulzer und Tomaso Vitali, aber auch Filmmusik aus „Schindlers Liste“ und spanische Werke von Manuel de Falla und Pablo de Sarasate. Perfekt ergänzten sich die beiden Musiker und schufen dabei außerordentlich gefällige Klangteppiche. Zwischendrin erläuterte Vilímec einige Werke: So unter anderem, dass man sich bei Alfred Schnittkes „Suite im alten Stil“ nicht wunden dürfe, wenn bei der „Pantomima“ ein Akkord etwas arg schräg klinge. „Das gehört dazu, das steht so in den Noten“, sagt der Geiger. Außerdem hob er hervor, dass viele Transkriptionen aus der Feder seiner Bühnenpartnerin stammen und so dieses Programm mit diesen beiden Instrumenten erst möglich wurde. Langer Applaus war der Lohn für einen gelungenen Konzertnachmittag.

 

 

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