08.08.2021 - 09:39 Uhr
Wurz bei PüchersreuthOberpfalz

Musik im Wurzer Marstall, die das miese Wetter vergessen lässt

Das Czech Philharmonic Sextet sorgte am Samstag für herrliche Klänge bei den Wurzer Sommerkonzerten.
von Holger Stiegler (STG)Profil

Draußen prasselte der Regen zwar unaufhörlich nieder, aber den 60 Konzertbesuchern war es egal: Denn sie wurden auf außerordentlich gute Weise musikalisch unterhalten, ja mehr noch: regelrecht in den Bann gezogen. Das Czech Philharmonic Sextet war am Samstagabend erstmals zu Gast bei den diesjährigen Wurzer Sommerkonzerten. Aus einem lauen klassischen Musikabend unter freiem Himmel im Historischen Pfarrhof wurde es leider nichts, doch der Marstall nahm das Ensemble aus dem Nachbarland bereitwillig auf.

Das Sextett – bestehend aus Jan Fišer und Libor Vilímec an den Violinen, Jaroslav Pondělíček und Jan Šimon an den Violas sowie František Host und Josef Špaček an den Violoncellos – zeichnete sich durch eine große Spielfreude aus. Sowohl in den ruhigen wie auch furiosen Musikmomenten ihres Programms wussten sie zu überzeugen, das seit vielen Jahren eingespielte Ensemble agierte mit einer enormen Leichtigkeit und gleichzeitig höchster Konzentration. Die Musiker interpretierten Werke deutscher Komponisten des 19. Jahrhunderts – zuerst das „Streichsextett C Dur op. 140“ von Louis Spohr, anschließend das bekannte „Sextett B Dur op. 18“ von Johannes Brahms, das noch heute als Meilenstein des Genres gilt. Vor allem das fulminante Scherzo des Brahms-Werkes dürfte den Zuhörern noch einige Zeit in Erinnerung bleiben. Für die sechs Musiker gab es verdientermaßen langen Applaus, der wiederum natürlich auch mit einer Zugabe fürs Publikum belohnt wurde.

Das Czech Philharmonic Sextet sorgte am Samstag für herrliche Klänge bei den Wurzer Sommerkonzerten.

 

 

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