26.07.2020 - 14:09 Uhr
Wurz bei PüchersreuthOberpfalz

Paradiesischer Auftakt der Wurzer Sommerkonzerte

Die Sonne strahlt, die Fans der Wurzer Sommerkonzerte bevölkern den wunderschönen Garten des Pfarrhofs. Fast wie immer – trotz Corona.

von Redaktion ONETZProfil

Rita Kiehlhorn hatte an alles gedacht. Maskenpflicht, Desinfektion am Eingang. Die Stühle waren mit Abständen über die Wiese verteilt. An der Kasse empfing der als Zisterzienserabt Nikolaus verkleidete Vertreter des Weinguts Dr. Heigel – in Anlehnung an den von den Zisterziensern gegründeten Pfarrhof – zusammen mit den Mitgliedern des Vereins Wurzer Sommerkonzerte e.V. die Gäste.

Kielhorn dankte allen Sponsoren und Helfern, angefangen bei ihren beiden "guten Geistern" Berni und Johanna, bei den Getränkelieferanten, beim Landkreis und der Gemeinde Püchersreuth. Große Unterstützung kam vom Bezirk Oberpfalz, vom Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst, dem Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds und vielen mehr. "Wir hatten mit 50 Gästen gerechnet, nun sind es beinahe 170", freute sie sich.

In ihren Begrüßungen stimmten stellvertretender Landrat Albert Nickl und Bürgermeister Rudolf Schopper auf die "Paradiesischen Bläserklänge von Bach bis Bizet" durch das Tschechische Ensemble "Czech Brass" ein. "Sie haben mit Ihren Sommerkonzerten Wurz und die Gemeinde über die Oberpfälzer Grenzen hinaus bekannt gemacht", anerkannte Schopper und erinnerte auch an die 950-Jahr-Feier im Jahr davor. Alle lobten "das tolle Wetter, die unvergleichliche Atmosphäre", die Ausdauer und den Mut der Veranstalterin, die nicht aufgegeben und dem Corona-Virus getrotzt habe. "Brücken zu bauen war immer mein Anliegen", betonte Rita Kielhorn, "die Mauern in den Köpfen der Menschen zu überwinden." In diesem Zusammenhang wies sie vor allem auf das Abschlusskonzert mit dem Klarinettisten Giora Feidmann am 5. September hin, "dem Brückenbauer zwischen Völkern und Kulturen".

Gespannt warteten die Zuhörer auf die ersten Töne des siebenköpfigen Blechbläser-Ensembles "Czech Brass", das in einmaliger Naturkulisse Werke von Charpentier (Te Deum) über Bach und Händel bis Mozart aufführte. Bei hervorragender Akustik und mit dem alten Nußbaum als Tribünendach genoss das Publikum die Aufführung (musikalische Bearbeitung meist Miroslav Kopta). "Le nozze de Figaro", "Tuba mirum" und eine jubelnde "Königin der Nacht" leiteten in die Pause über.

Die "Nussknacker-Suite" von Tschaikowski eröffnete beschwingt die zweite Halbzeit. Man sah den Musikern an, wie sehr auch sie das Konzert genossen. Die Opernsuite von Verdi, das "Concierto Aranjuez" von Joaquin Rodrigo und als strahlenden Schlusspunkt die Carmen-Suite von Georges Bizet begeisterten das Publikum, so dass Zugaben unerlässlich wurden. Ein perfekter Auftakt als Belohnung für eine leidenschaftliche Veranstalterin.

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Wurz bei Püchersreuth

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