27.09.2018 - 18:54 Uhr
Wutschdorf bei FreudenbergOberpfalz

Brot und Salz für den Einzug

„Ich freue mich, dass ich mit Ihnen den Festgottesdienst feiern und den neu renovierten Pfarrhof einweihen darf“, sagt Domkapitular Franz Frühmorgen zu Beginn des Gottesdienstes in der Pfarrkirche. Anlass ist die Einweihung des Pfarrhauses.

Kindergartenleiterin Frau Gertraud Prösl überreicht Pfarrer Moses Gudapati symbolhaft Brot und Salz als Geschenk für den Einzug ins neu renovierte Pfarrhaus.
von Autor BASProfil

Frühmorgen weiter: „Moses Gudapati ist nun schon ein Jahr Ihr Pfarrer. Er ist froh, dass er bei Ihnen angekommen ist. Da das Pfarrhaus jetzt fertig ist, hat er wirklich seinen Platz bei Ihnen und gehört jetzt ganz hierher.“ Pfarrer Gudapati von der Pfarreiengemeinschaft Johannisberg (Wutschdorf, Lintach, Pursruck, Etsdorf) begrüßte Pfarrer Robert Kratzer und Ruhestandspfarrer Hans Hammer zur Messfeier, die der Kirchenchor unter Leitung von Regina Fibich-Wiesneth und Martin Oberndorfer an der Orgel mit der Rathgebermesse „Missa brevis in F“ umrahmte. Bläser trugen ihren Teil zur festlichen Stimmung bei.

In seiner Predigt dankte Domkapitular Frühmorgen allen, die an der Generalsanierung des Pfarrhauses mitgearbeitet hatten. Ein Pfarrhaus gehöre neben Kirche und Pfarrheim zu den Primärgebäuden einer Pfarrei. Es sei nicht nur Wohnung des Pfarrers und Sitz der Verwaltung, sondern auch Anlaufstelle in vielen Anliegen. „Es ist ein Ort, wo Offenheit, Zuwendung und Gemeinschaft erfahrbar werden soll.“ Das Evangelium scheine nicht recht zum Festtag zu passen, denn es handle vom Schicksal Jesu, seiner Verwerfung, vom Ehrgeiz der Jünger und vom Vorbild, das Jesus ihnen vor Augen stellt. Aber es weite unseren Blick.

„Welchen Weg gehen wir als christliche Gemeinde?“, fragte Frühmorgen die Kirchenbesucher. „Es ist der Weg der Treue zu Gott und der Weg der Liebe zu den Menschen.“ Es könne unendlich viel Freude ins Leben bringen, weil Gott uns in schweren Situationen Orientierung und Zuversicht gibt. Aber manchmal werde uns Gott fremd und unverständlich, weil wir seine Wege mit uns nicht verstehen und seine Hilfe nicht spüren. Genauso könne es einem auf dem Weg der Liebe ergehen.

„Nicht nur ein Pfarrhaus, auch eine Pfarrei braucht gelegentlich eine Auffrischung. Heute ist deshalb nicht nur ein Tag des Dankes, sondern auch der der neuen Entschiedenheit für den Weg Jesu“, betonte der Prediger. „Gehen Sie mit den Pfarrern Moses Gudapati, Robert Kratzer und Hans Hammer diesen Weg. Halten sie Gott die Treue und lassen Sie nicht nach, für andere da zu sein.“

Am Ende zogen Zelebranten und Pfarrgemeinde zur Segnung des Pfarrhofs. Die Mädchen und Buben des Kindergartens St. Martin Wutschdorf begrüßten Domkapitular Frühmorgen mit dem Lied „Gottes Liebe ist so wunderbar“ und mit einem Gedicht. Leiterin Gertraud Prösl überreichte Pfarrer Moses Gudapati symbolhaft Brot und Salz als Geschenk für den Einzug ins Pfarrhaus. Nach einem Segensgebet besprengte Frühmorgen die Räume mit Weihwasser. Am Schluss dankte Gudapati allen, die an der Renovierung des Pfarrhauses mitgewirkt haben: der Kirchenverwaltung mit Kirchenpfleger Andreas Schönberger und Max Bösl für die tatkräftige Unterstützung, der Gebietsarchitektin Sabine Faderl im bischöflichen Baureferat, dem Architekturbüro Georg Zunner, den ausführenden Firmen für ihre Zuverlässigkeit und qualitativ hohe Arbeit und den ehrenamtlichen Mitarbeitern aus der Pfarrei.

Die Diözese habe sich mit 55 Prozent an den Baukosten beteiligt, die Gemeinde habe fünf Prozent zugesagt und auch das Landesamt für Denkmalpflege habe einen größeren Betrag in Aussicht gestellt. Dank gelte zudem dem Kirchenchor, den Musikern, dem Kindergarten, Mesner Ludwig Heil, dem Pfarrgemeinderat und den Ministranten für die würdevolle Gestaltung der Feier. „Einen besonderen Dank sage ich unserem Herrgott für seine schützende und fürsorgende Hand über den Bau. Und es ist schön, wenn man ein eigenes Zuhause hat, ein Pfarrhaus, das ich als Schmuckstück in der Gemeinde bezeichnen kann.“

Domkapitular Franz Frühmorgen segnet die Räume des Pfarrhauses mit Weihwasser.
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