14.03.2019 - 18:21 Uhr
Zessau bei TrabitzOberpfalz

Nicht nur auf Traditionen bauen

Die Jahreshauptversammlung des Oberpfälzer Nordgaus zeigte den hohen Anspruch der Gauführung und der angeschlossenen Vereine, die Tradition des Schießsports zu bewahren und auf hohem Niveau zu halten. Kann das gelingen?

JHV Schützengau Nord
von Arnold KochProfil

Die Jahreshauptversammlung des Oberpfälzer Nordgaus zeigte den hohen Anspruch der Gauführung und der angeschlossenen Vereine, die Tradition des Schießsports zu bewahren, aber auch neue Wege zu gehen. Rund 60 Mitglieder führte die Einladung des Oberpfälzer Nordgaus im Bayerischen Sportschützenbund in das Gemeinschaftshaus in Zessau, das auch das Zuhause der gastgebenden Sportschützen Zessau-Weihersberg ist. Gauschützenmeister Wolfgang Weiß berichtete, dass dem Oberpfälzer Nordgau Ende 2018 37 Vereine mit 3933 Mitgliedern, davon 1103 Damen und 681 Jugendliche, angehörten. Das ist ein Minus von 0,33 Prozent gegenüber 2017. "Das Schützenwesen kann alleine von der Tradition und Brauchtumspflege nicht mehr leben. Wir müssen auf die Leute zugehen, die Verantwortlichen in den Vereinen schulen, um qualifizierte Mitglieder zu bekommen und eine professionelle Mitgliederwerbung starten zu können", verdeutlichte Weiß. Vor allem mit Technik und modernen Schießstätten könne das Interesse in allen Altersgruppen geweckt werden.

Der Nordgau habe damit begonnen, alle alten Unterlagen bis 2020 zu digitalisieren, heißt es weiter. Diese könnten danach den Vereinen ausgehändigt werden. Die neue ZMI-Bestands-Software hätten die Vereine gut angenommen. Die Mitglieder des Gauschützenmeisteramtes trafen sich zu sieben ordentlichen Sitzungen und die Gausportleitung zu sechs Treffen. Weiß bedankte sich bei den Schützenvereinen FSG Weiden, FSG Grafenwöhr, SV Neustadt und Waldlust Riggau für das Zurverfügungstellen ihrer Schießstände und dem SV Eichenlaub Neustadt für die Ausrichtung des Gauschießens. Enttäuscht waren die Organisatoren erneut von der Zahl der Teilnehmer. Beim seit langen Jahren wieder kostenneutralen Gauschützenball wurden die Gaukönige vorgestellt und die Neuen proklamiert. Der stärkste vertretene Verein war die SG Freiheit Neunkirchen (29) vor dem SV Eichenlaub Neustadt und der SG Eichenlaub Meerbodenreuth (je 27).

Die neuen LG-Gaukönige sind: Fritz Hartmann (Waldlust Riggau), Simona Bachmayer (Einigkeit Altenhammer); Jugend: Denis Weidner (SG Freiheit Neunkirchen); Auflage: Josef Pschierer (SV Eichenlaub Neustadt); LP-Gaukönig: Marco Schottenhaml (SV Hubertus Schirmitz), Anita Diehl (SG Altenstadt); Jugend: Maximilian Koos (SV Hubertus Schirmitz); Auflage: Reiner Kraus (SG Hubertus Ullersricht). Der nächste Gauball findet am 21. September im Evangelischen Vereinshaus in Weiden mit der Damen-Bigband Waidhaus statt. Gauschatzmeister Matthias Reiß berichtete von einem kleinen Minus in der Hauptkasse. Dies sei durch Ausgaben für Ehrenzeichen und ein Minus beim Gauball entstanden. Ab 2018 werde das Engagement von Mitarbeitern in der Geschäftsstelle mit einer Ehrenamtspauschale belohnt. Die Kassenrevisoren Markus Gallitzdörfer und Wolfgang Koos bestätigten eine einwandfreie Kassenführung. Für die Gemeinde Trabitz bestätigte Albert Lober dem Gau eine gute Waffen- und Jugendausbildung.

Landrat Andreas Meier versicherte, dass das Ehrenamt den Landkreis attraktiv macht und warnte davor, nur mehr auf Tradition zu bauen. Es müssten moderne Strategien entwickelt werden, um die Jugend für sich zu gewinnen. Alois Lukas und Reinhard Meier als Vertreter der Stadt Weiden lobten die unfallfreie Arbeit in den Vereinen. Auch stellvertretender Bezirksschützenmeister Dieter Beer lobte die kollegiale Zusammenarbeit mit dem Nordgau.

Mehr Informationen zur Jahreshauptversammlung

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