20.05.2019 - 13:36 Uhr
Zinst bei KulmainOberpfalz

Zentrum der Planung

Die Zinster Feuerwehr hat ein neues Tragkraftspritzenfahrzeug Logistik - ein Grund zum Feiern.

von Bernhard KreuzerProfil

Das Tragkraftspritzenfahrzeug Logistik (TSF-L) ergänzt sinnvoll die Ausstattung der vier Wehren in der Gemeinde Kulmain und erhöht gleichzeitig die Schlagkraft der Wehren im Inspektionsbezirk IV des Landkreises Tirschenreuth.

Mehr als einmal wurde die variable Ausstattung mit Rollcontainern als großer Vorteil herausgehoben. Entsprechend seines Auftrages kann das Fahrzeug vor dem Einsatz blitzschnell ausgerüstet werden. Damit wird den Herausforderungen durch eine der unfallträchtigsten Straßen im Landkreis, dem Zinster Berg, Rechnung getragen.

Diese Flexibilität werden künftig auch andere Wehren zu nutzen wissen, betonte Kreisbrandrat Andreas Wöhrl. Sein Dank galt Bürgermeister Günter Kopp, dem Kulmainer Gemeinderat und der Feuerwehr. "Sie haben die Anschaffung ermöglicht und sich dafür eingesetzt", sagte er anerkennend.

Noch sicherer

Dieses Lob ließ auch Bundestagsabgeordneter Albert Rupprecht durch Landrat Wolfgang Lippert überbringen. Lippert rechnete vor: Zwischenzeitlich seien 65 Prozent aller Einsätze dem Bereich der technischen Hilfeleistung zuzuschreiben. Das Fahrzeug werde dieser neuen Aufgabenstellung gerecht. "Der Landkreis ist wieder ein Stück sicherer geworden", sagte Lippert. Mit einem Tausender als Gastgeschenk aus seinem Budget brachte er dies zum Ausdruck.

89 000 Euro wendete die Gemeinde für die Anschaffung aus. 46 000 Euro wurden weiter als Zuschüsse gewährt. "Eine gute Feuerwehr ist uns das wert", betonte Bürgermeister Günter Kopp. Zwei Jahre dauerte es, bis das richtige Fahrzeug gefunden wurde. Viele gute Vorschläge für die technische Ausstattung flossen in die Planung. Wichtig war, dass die Wehr mit Herzblut die Anschaffung anschob, hob Kopp hervor.

7,2 Tonnen Gewicht bringt das neue Fahrzeug auf die Straße, verfügt über 170 Pferdestärken. "Dadurch sind wir flexibel einsetzbar und motiviert die Jugend", sagte Kommandant Andreas Kausler. Mit den Wehren aus Pilgramsreuth und Windischengrün wurden drei baugleiche Einsatzfahrzeuge angeschafft, europaweit ausgeschrieben und in Görlitz an der polnischen Grenze gebaut.

Durstlöscher

Georg Redl, Vorsitzender der Kulmainer Wehr, sprach auch für die Lenauer und Oberwappenöster Kameraden die Glückwünsche zur Neuanschaffung aus. Er erwähnte dabei besonders den Zusammenhalt der vier kommunalen Wehren. Zum Ausdruck brachte er es mit einem Kuvert, dessen Inhalt nicht genannt wurde. Der Vorsitzende der Zinster Wehr, Markus Felix, nahm das Geschenk entgegen.

"Zinst war Zentrum der Planung", erklärte zweiter Vorsitzender der Pilgramsreuther Wehr, Klaus Übelmesser. "Wir haben das sehr gut hingebracht. Danke für die Zusammenarbeit", sagte er bei der Übergabe seines Geschenks. Michael Salomon von der Windischgrüner Wehr war sich sicher, das neue Auto werde treue Dienste leisten. Er hatte ein besonderes Geschenke mitgebracht: einen Feuerlöscher zum Durst löschen. "Was wir wollen, ist, dass die Feuerwehren mit dem besten Werkzeug hinausfahren", ergänzte Bürgermeister Peter Geiser aus Schauenstein. Er lud die Zinster Wehr zu einem Besuch in das oberfränkische Feuerwehrmuseum in Schauenstein ein. Ein Buch über seine Stadt und ein Glaswappen hatte er im Gepäck.

Drei Tage erlebte die Zinster Wehr ein tolles Festwochenende: die Disco am Freitag, die lange, stimmungsvolle Nacht mit Hansi Reithmeier und den Familiennachmittag am Sonntag. Das Wetter lockte viele Besucher an. Zu körperlichen Höchstleistungen wurde die Wehr gefordert. Radfahrer aus allen Himmelsrichtungen nahmen Kurs auf den Festplatz, die Kinder vergnügten sich in den beiden Hüpfburgen und die Feuerzwerge der Kulmainer Wehr brachten ihr Einsatzfahrzeug mit. Da durfte nach Herzenslust Wasser gespritzt oder mit dem Schubkarren durch den C-Schlauch-Parcours gedüst werden.

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