19.12.2018 - 14:18 Uhr

Zweijähriger wandert alleine durch Selb - Polizei muss Windeln wechseln

Ein zweieinhalbjähriger Bub, allein durch Selb im Schlafanzug unterwegs, hat für einen kuriosen wie schönen Polizeieinsatz gesorgt. Mit Windelwechsel, Malbuch, Lebkuchen und einer besonderen Anprobe.

Noch ist die Jacke ein bisschen zu groß: Der Zweijährige durfte in der Polizeidienststelle in Selb eine Polizeijacke und -mütze tragen. Bild: Polizei Marktredwitz
Noch ist die Jacke ein bisschen zu groß: Der Zweijährige durfte in der Polizeidienststelle in Selb eine Polizeijacke und -mütze tragen.

Nicht schlecht staunte eine 39-jährige Frau aus Selb, als sie am vergangenen Freitagmorgen, kurz vor sieben Uhr, auf der Bauvereinstraße in Selb unterwegs war. Nur mit einem Schlafanzug bekleidet kam ihr ein zweieinhalb Jahre alter Junge entgegen, wie die Polizei mitteilt. Da der kleine Mann jedoch kein Wort sprach, wusste die 39-Jährige nicht, wo der Junge herkam und auch nicht, ob er irgendwo vermisst wird. Sie verständigte die Polizei. Eine uniformierte Streifenbesatzung der Polizei Marktredwitz nahm sich dem Jungen an. Auch den Beamten gegenüber war er nicht gesprächiger als bei der Dame, die ihn gefunden hatte.

Somit gingen die Ordnungshüter zunächst davon aus, dass der Junge unter Umständen eine etwas längere Zeit in der Obhut der Polizeidienststelle verbringen darf. Und da so ein kleiner Steppke auch noch Windeln braucht, war guter Rat diesbezüglich erst einmal teuer. Jedoch konnte dieses Problem durch eine Spende eines Drogeriefachmarkts aus Selb schnell aus der Welt geschafft werden. Das Anlegen einer frischen Windel war für die versierten Polizisten ein Kinderspiel. Exzellent gewickelt wurde dem jungen Wandersmann die Zeit, die die Beamten benötigten seine Eltern ausfindig zu machen, mit diversen Lebkuchen versüßt. Das ein oder andere Malbuch tat dann sein Übriges, dem Jungen den Aufenthalt bei der Polizei so angenehm wie möglich zu machen.

Wie sich herausstellte, war der kleine Mann von ganz alleine von zu Hause auf große Wanderung gegangen, was seine Mutter und sein Vater erst zu spät bemerkten. Der Junge wurde von seinem Papa abgeholt und war wieder völlig glücklich. Vorher durfte er noch Teile der Polizeiuniform „probetragen“, was ihm sichtlich Freude bereitete. Genau wie den Polizisten, der letzte Satz des Berichts lautet: "Ein Polizeieinsatz bei dem die Beamten wieder einmal das sein durften was sie am liebsten sind:ein Freund und Helfer."

 
Kommentare

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M. Schmidt

Ist das Ihr Ernst? Der Junge soll 2 1/2 Jahre alt sein ?
Sehen Sie sich mal die Größe des Jungen und die Schuhgröße an!
Drei Verwandte von mir haben einen 5 bzw. zwei 6-jährige Zuhause.
Diese sind kleiner als der hier und haben kleine Füße.
Mit Artikeln wie diesen machen Sie sich lächerlich.
Bitte recherchieren Sie erst mal, bevor Sie so einen Unsinn schreiben.

23.12.2018
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