31.01.2020 - 08:49 Uhr
Oberpfalz

Zwischen Theorie und Praxis – Möglichkeiten der dualen Berufsausbildung

Nach der Schule gleich richtig durchstarten. Doch für jeden Beruf braucht es eine Ausbildung. Wer keine Lust hat auf sturen Frontalunterricht, für den gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, Theorie und Praxis zu kombinieren.

Duale Ausbildungen und Studiengänge verbinden optimal Theorie und Praxiserfahrung.
von Mona-Isabelle Aurand Kontakt Profil

Die duale Ausbildung – oder auch betriebliche Ausbildung genannt – ist die gängigste Ausbildungsart in Deutschland. Grundsätzlich steht die betriebliche Ausbildung jedem offen, ob mit Hauptschulabschluss oder Abitur. Die Schüler bewerben sich bei einem Unternehmen, das den gewünschten Ausbildungsberuf anbietet. Wenn der Ausbildungsvertrag unterschrieben ist, geht es los: Praktische Arbeit im Betrieb und theoretischer Unterricht in der Berufsschule wechseln sich ab. In der Regel verbringen die Lehrlinge ein bis zwei Tage pro Woche in der Berufsschule – die restlichen Tage und die Schulferien im Betrieb. Zwischen zwei und dreieinhalb Jahren dauert eine betriebliche Ausbildung. Während dieser Zeit ist das Ausbildungsunternehmen dazu verpflichtet, Gehalt zu zahlen. Die Höhe ist vom Ausbildungsberuf, dem Unternehmen und der Branche abhängig. Allerdings verbessert sich das Gehalt mit jedem Ausbildungsjahr. Am Ende der Ausbildung steht die Abschlussprüfung an der Berufsschule. In manchen Berufen ist zusätzlich zur theoretischen auch eine praktische Prüfung notwendig. Im Anschluss stehen die Chancen oft sehr gut, vom Ausbildungsbetrieb übernommen zu werden.

Die Voraussetzung für ein duales Studium ist die Hochschulzugangsberechtigung, zum Beispiel das Abitur. Ganz simpel erklärt handelt es sich hierbei um eine Kombination aus Ausbildung und Studium. Es nimmt in etwa 4 Jahre in Anspruch. Allerdings gibt es dabei einige Unterschiede zu beachten. Wer sich für ein sogenanntes ausbildungsintegrierendes duales Studium entscheidet, kann am Ende sowohl einen Bachelor-Abschluss als auch eine abgeschlossene Berufsausbildung vorweisen. Das bedeutet allerdings, dass neben Studium und Arbeit im Betrieb auch die Berufsschule besucht werden muss. Beim praxisintegrierenden dualen Studium sammelt der Student seine praktischen Erfahrungen mittels Pflichtpraktika. Er erhält jedoch nur seinen Studienabschluss – die Berufserfahrungen helfen aber später beim Berufseinstieg.

Für alle, die bereits eine abgeschlossene Berufsausbildung hinter sich haben, sich aber weiterbilden wollen, gibt es die Möglichkeit des berufsintegrierenden und des berufsbegleitenden Studiums. Berufstätige können beim berufsintegrierenden Studium ihre Arbeitsstunden reduzieren und so nebenbei studieren. Auch Universitäten bieten ein Teilzeitstudium an, bei dem die Semesterwochenstunden geringer sind, die Gesamtstudiendauer verlängert sich dadurch. Das berufsbegleitende Studium erfolgt zum Beispiel in Form eines Abend- oder Fernstudiums bei voller Arbeitsleistung im Job. Alle Varianten des dualen Studiums erfordern ein gutes Zeitmanagement und teilweise die Kulanz des Arbeitgebers.

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