26.03.2018 - 20:00 Uhr
Pleystein

Altbayerisches Passionssingen Passionierte Premiere

Der Pleysteiner Kulturkreis hat sich für die Einstimmung auf Ostern etwas Besonderes einfallen lassen. In der Stadtpfarrkirche St. Sigismund gibt es zum ersten Mal ein Altbayerisches Passionssingen.

Sänger und Instrumentalisten aus dem Regensburger Raum erfreuen die Zuhörer in Pleystein. Bild: tu
von Autor TUProfil

Mit einem ansprechenden Programm erinnerten die Mitwirkenden mit Liedern, Melodien und Texten an das Leiden und Sterben Christi. Die rund 200 Besucher lauschten ergriffen den nachdenklich stimmenden Beiträgen der "Regensburger Sänger", des Ägidi-Dreigesangs und der "Stubenmusi" mit Hildegard Islinger (Zither), Gabi Hambacher (Gitarre), Gerhard Heim (Steirische Harmonika und Gitarre) sowie Josef Heinz (Hackbrett).

Heinz, pensionierter Lehrer, ist in Pleystein kein Unbekannter. Er wohnte von 1972 bis 1978 hier in der Altstadt, ehe er mit seiner Familie nach Hainsacker bei Regensburg zog. Er kommt mit seiner Frau aber nach wie vor öfter in seine alte Heimat und besucht die befreundete Familie Reger. Mit verschiedenen Lesungen zu der Tragik der Ereignisse der Passionsgeschichte unter anderem mit den Stationen "Palmsonntag", "Ölberg", "Kreuzweg" und "Kreuzigung" nahm Johann Walbrunn seine Zuhörer im Geiste mit nach Jerusalem. Er ließ seine Gedanken vom Ölberg zur Festung Antonia, wo Jesus zum Tode verurteilt wurde, bis zum Kreuzigungsort in Golgotha schweifen.

Kulturkreisvorsitzender Helmut Rewitzer begrüßte die Gäste im neugotischen Gotteshaus, das einmal mehr mit seiner vorzüglichen Akustik den Rahmen auch für solche Aufführungen bot. Sein besonderer Gruß und Dank galt den zwölf Akteuren aus dem Regensburger Raum, "die uns die althergebrachte Tradition der Passionssingen nahebringen und in unserer Region wieder aufleben lassen möchten. Ich wünsche uns allen eine innige Stunde und ein besinnliches Hineingehen in die Karwoche". Die "Stubenmusik" eröffnete das einstündige Programm.

Die "Regensburger Sänger" (ihr erster Tenor Peter Müller aus Regenstauf ist seit langem mit einer gebürtigen Pleysteinerin, Hannelore Voit, verheiratet) brillierten mit Liedern wie "Damals nach dem Abendmahl", "Da Jesus in den Garten ging", "Dort drunten auf Laub und Straßen" oder "Oh Jesus, mein Heiland". Stimmlich ebenso sehr gut disponiert präsentierten sich die Frauen vom "Ägidi-Dreigesang", die mit Kompositionen wie "Als Jesus zu seiner Mutter ging", "Schönster Jesus" und "Ecce Homo" ihr Publikum beeindruckten und ebenfalls Glanzpunkte setzten, ebenfalls harmonisch begleitet von Hildegard Islinger mit der Zither.

Das Instrumentalduo Gerhard Heim sowie Gabi Hambacher komplettierten den Programmablauf. Nach dem Finale spendete Stadtpfarrer Pater Hans Ring den Vokalisten und Musikern ein dickes Lob "für die einfühlsamen Vorträge über den Leidensweg Christi" und schloss in seinen Dank auch Walbrunn ein, ehe er den Segen erteilte. Die Spenden, die am Kirchenportal gesammelt wurden, kommen der Außenrenovierung des Kreuzbergklosters zugute.

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