21.05.2018 - 16:32 Uhr
SchnaittenbachOberpfalz

Über 150 Reiter und 15 Gespanne beim Pfingstritt in Kemnath am Buchberg Segen für die Seele hoch zu Ross

Das war ein stattliches Bild: 15 Gespanne und über 150 Reiter zogen vom Dorfplatz in Kemnath am Buchberg zur Sebastiani-Kapelle. Der Pfingstritt hat eine lange Tradition.

von Adele SchützProfil

Kemnath am Buchberg. Glück mit dem Wetter hatten die Haflingerzüchter und Pferdefreunde Kemnath am Buchberg heuer bei der 53. Auflage auch. Am Pfingstmontag herrschte herrliches Frühsommerwetter.

Wahre Meisterleistung

Vereinskassier Georg Bauer vollbrachte mit dem Aufstellen der Ehrenkutschen, der Gespanne, der Fahnenabordnungen hoch zu Ross und der Reiter eine wahre Meisterleistung. Erst dann setzte sich der Reiterzug, allen voran Markus Bierler mit dem Kreuz, in Bewegung. Für musikalische Unterhaltung sorgen das Buchbergecho und die Jagdhornbläser aus Nabburg mit einem Standkonzert am Kemnather Kirchplatz. Der Reiterzug gipfelte in der Segnung der Kutschen und Reiter an der Sebastiani-Kapelle durch Pfarrer Josef Irlbacher. Vorsitzender Lorenz Gebert, sein Stellvertreter Robert Zimmermann und Kassiers Georg Bauer zeigten sich erfreut über die große Besucherzahl, darunter Ehrenmitglieder und Ehrengäste wie Landrat Richard Reisinger.

Sogar Alois Münch als ältestes Mitglied der Haflingerzüchter war mit 90 Jahren zum Pfingstritt gekommen. "Die Haflingerzüchter und Pferdefreunde Kemnath am Buchberg halten mit dem Pfingstritt an der Pflege und dem Erhalt eines uralten christlichen Brauchtums fest", sagte Gebert. Gebert informierte, dass es auf der Strecke heuer zu einem Gerangel der Pferde eines Vierspänners aus Hirschau gekommen ist, bei dem dank der langjährigen Erfahrung des Kutscher keine Person zu Schaden gekommen ist. Ein Pferd trug eine Verletzung davon. Als einen der schönsten Flecken der Oberpfalz bezeichnete Bürgermeister Sepp Reindl den Festplatz. Er zollte den Gastgebern Anerkennung für ihre Leistungen und den enormen Einsatz für den Pfingstritt. Er lobte die Flexibilität der Haflingerzüchter und Pferdefreunde, denn aufgrund des Baus der Umgehungsstraße von Kemnath am Buchberg musste der Streckenverlauf geändert werden.

Scheck für Renovierung

Pfarrer Josef Irlbacher ging im Gottesdienst auf die Schöpfung ein, zu dessen sorgsamen Umgang er mahnte. Danach gab es eine Überraschung für Pfarrer Irlbacher. Sie überreichten 500 Euro für die Renovierung des Kemnather Kirchturms. Lorenz Gebert betonte, dass die Summe ein Acht-Hundertstel von den Kosten in Gesamthöhe von 400 000 Euro ausmacht. Er erinnerte, dass der Kirchturm zum Kriegsende durch einen Bombenangriff beschädigt und 1955 provisorisch aufgebaut wurde.

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