Im Fußball geht es oft tierisch zu: Manchmal sind "Schwalben" unterwegs, im Tor steht ab und an ein Fliegenfänger. Und jetzt geht's auch noch um Pferde, und das ausgerechnet bei den Münchener "Löwen": "Er hat einen Schuss wie ein Gaul", beschrieb 1860-Trainer Michael Köllner beim Portal "dieblaue24" die ersten zwei Tore von Dennis Dressel. Insgesamt vier Tore erzielte der 22-jährige Mittelfeldspieler beim 6:1-Erfolg gegen den Halleschen FC, mit dem sich die Sechziger in der Drittliga-Tabelle vorne festsetzen. Nach zwei Heimniederlagen zuletzt scheint der Fluch besiegt.
Dressel blüht derzeit richtig auf. Der gebürtige Dachauer ist ein "Löwen"-Eigengewächs, ist an der Grünwalderstraße ausgebildet worden. Über Jahre hatten ihn die Verantwortlichen im Nachwuchsbereich im Blick. Dennoch überrascht er seine Vorgesetzten auch immer wieder: "Dass er für seinen linken Fuß bekannt ist, wussten wir, dass er das auch mit rechts kann, hatten wir nicht auf dem Schirm", sagte Sportgeschäftsführer Günther Gorenzel bei Magenta. Bei seinem ersten Tor nagelte Dressel den Ball aus 20 Metern mit links ins Tor (41.), beim zweiten mit rechts (45.+2). Nach der Pause legte der Blondschopf das 3:0 (56.) nach, ehe einmal Torjäger Sascha Mölders zum 4:0 (58.) dran war. Terence Boyd schaffte den 1:4-Anschluss (63.) für die Gäste, ehe Dressel wohl mit seinem schönsten Tor - einem Schlenzer - auf 5:1 (71.) erhöhte. Und weil's so schön war legte Erik Tallig noch das 6:1 (79.) nach.
Nach der Partie stand Dressel noch lange grinsend und kopfschüttelnd auf dem Platz. "Den Tag werde ich so schnell nicht vergessen", freute sich der Mittelfeldmann. "Dennis hat sich super belohnt", lobte Köllner das Eigengewächs. Der weiß, dass sich Dressel zu einer wichtigen Stütze entwickelt hat. Und dank des Trainers weiß nun auch jeder, wie ein Gaul schießt.















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