19.06.2018 - 16:30 Uhr
Altenstadt an der WaldnaabSport

16 Bezirke statt 63 Kreise im Tischtennis

Gründungsversammlung in Altenstadt/WN: Günter Bauer führt den neuen Tischtennis-Bezirk Oberpfalz Nord an

Mit dieser Mannschaft geht der neugegründete Tischtennis-Bezirk Oberpfalz Nord in die kommenden vier Jahre. Von links: BTTV-Vizepräsident Josef Grabinger, Werner Riedl, Gerhard Eilers, Bezirksvorsitzender Günter Bauer, Wolfgang Rumpel, Dieter Buchner, Hans Fleischmann und der zweite Bürgermeister von Altenstadt/WN, Konrad Adam.
von Josef RosnerProfil

Altenstadt/WN.(jr) Neu konstituiert hat sich am Freitag der Tischtennis-Bezirk Oberpfalz Nord. Von den 82 Vereinen waren 68 bei der Gründungsversammlung im Sportheim des SV Altenstadt/WN vertreten. Die Vereine kommen aus den Landkreisen Schwandorf, Neustadt/WN, Amberg, Tirschenreuth und Wunsiedel. Zum Vorsitzenden für die kommenden vier Jahre wurde der Amberger Günter Bauer gewählt. Gleich nach der Konstituierung wurde Paul Münster (TV Wackersdorf) zum ersten Ehrenmitglied des neuen Bezirks ernannt. Münster gehörte der bisherigen Vorstandschaft des Bezirks Oberpfalz 15 Jahre lang an.

Geleitet wurde die konstituierende Sitzung von BTTV-Geschäftsführer Carsten Matthias, mit Unterstützung des BTTV-Vizepräsidenten Josef Grabinger. Der Vizepräsident sagte, dass der BTTV mit dieser Strukturreform die Weichen für die Zukunft stellen wolle. Aus bisher 63 Kreisen entstehen bayernweit 16 neue Bezirke. "Diese Strukturreform ist ein Neustart und eine Chance für unseren Sport", sagte Grabinger. "Es darf kein weiter so geben".

Starker Mitgliederrückgang

Wie dramatisch die Entwicklung im Tischtennissport sei, verdeutlichte der Sprecher damit, dass "allein in den vergangenen zwölf Jahren in Bayern 13 046 Mitglieder verloren gingen". Die Oberpfalz steht mit einem Verlust von 22,75 Prozent an letzter Stelle, nur unwesentlich besser sieht es beim Vorletzten Oberfranken aus. Grabinger rief die Vereine auf, Angebote für den Nachwuchs zu schaffen, um dem Tischtennissport eine Zukunft zu geben. Abschließend gab er bekannt, dass künftig jedes Jahr einmal ein Bezirkstag stattfinden wird.

Carsten Matthias nannte die Strukturreform einschneidend, aber richtig und notwendig. Er forderte die Vereine auf: "Geben sie der Strukturreform eine Chance!" Künftig wird es für die Ergebnisse ausschließlich Online-Meldungen geben, die innerhalb von 24 Stunden erfolgen müssen. Im Anschluss leitete er die Neuwahlen. Von den 68 anwesenden Vereinen waren 63 stimmberechtigt. Bezirksvorsitzender wurde wie erwartet Günter Bauer (Amberg), Bezirkskassenwart und stellvertretender Bezirksvorsitzender ist Wolfgang Rumpel (Neuhaus), Bezirkssportwart Dieter Buchner (Wernberg), Bezirksjugendwart Hans Fleischmann (Hirschau), Bezirksfachwart Vereinsservice Werner Riedl (Neusorg) und Vorsitzender des Sportgerichts Gerhard Eilers (Wackersdorf).

Bauer sprach anschließend von einem historischen Tag für den Tischtennissport. Als Hauptziel nannte er die Forcierung der Jugendarbeit, weil hier in den vergangenen Jahren dramatisch viele Mannschaften weggefallen seien. Die Vereine rief er auf, in Sachen Nachwuchs noch mehr die Eigeninitiative zu ergreifen. "Wir müssen alle Möglichkeiten ausschöpfen, die Jugend wieder in unsere Hallen zu bringen", sagte Bauer. Im Anschluss stellte Bezirkssportwart Dieter Buchner die voraussichtliche Ligeneinteilung vor. Die neuen Ligen fanden nicht alle die Zustimmung der Vereine, zumal die Bezirksoberliga mit 14 Mannschaften antritt und es deshalb einen verschärften Abstieg geben wird. Die Zielvorstellung seien Zehner-Ligen.

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