11.09.2018 - 16:40 Uhr
AmbergSport

Aller guten Dinge sind elf

Norbert Huber kehrt zurück in sein „Wohnzimmer“ beim Powerman Zofingen. Sein Ziel: die goldene Startnummer.

Norbert Huber auf der Radstrecke.
von Autor CISProfil

22 Jahre ist es her – 1996 startete der damals 24-jährige Norbert Huber vom CIS Amberg das erste Mal beim weltweit renommiertesten Duathlon – dem Powerman in Zofingen in der Schweiz. Damals war er nichtsahnend, dass diese Veranstaltung zur wahrscheinlich wichtigsten Station in seiner sportlichen Zeit werden würde – denn in den Jahren 2001, 2004, 2005 und 2008 belegte er vier Mal einen Platz in der Top Ten der Elite und 2009 wurde er dort Weltmeister in seiner Altersklasse.

Bei der Siegerehrung nach seinem sechsten Finish im Jahr 2005 versprach der dem Veranstalter, die zehn Starts auf jeden Fall voll machen zu wollen. Dieses Versprechen erfüllte Huber auch nach Beendigung seiner absolut leistungsorientierten Zeit im Jahr 2012. Damals wurdeer in den sogenannten "Jubilee Club" aufgenommen, dem bis heute nur 36 Athletinnen und Athleten angehören. Beruflich hatte es Huber inzwischen nach Nürnberg und private von Kümmersbruck nach Fürth verschlagen. Seinem Heimatverein CIS Amberg blieb er aber bis heute treu.

Ein Ziel blieb für Huber aber immer offen. Jeder 10-fach-Finsher erhält bei jedem weiteren Start eine goldfarbene Startnummer. Und diese wollte sich der inzwischen 46-Jährige immer einmal abholen. 2017 hatte er sich angemeldet, konnte aber in Absprache mit dem Veranstalter drei Wochen vor dem Wettkampf seinen Startplatz auf 2018 übertragen. „Meine körperliche Verfassung hätte zu keinem Zeitpunkt des Events Spaß aufkommen lassen“, erklärt Huber. Nachdem die Veranstaltung 2018 zudem 30-jähriges Jubiläum feierte, war für ihn klar, dass er dieses Jahr auf jeden Fall dabei sein wollte.

Und so kehrte er nach fünf Jahren Abstinenz zurück in sein sportliches „Wohnzimmer“. Dort holte er sich nicht nur seine goldene Startnummer ab, sondern finishte die Veranstaltung auch zum elften Mal. „Ich wusste genau, wie reduziert meine Vorbereitung im Vergleich zu früheren Jahren war und was mich erwartet. Daher habe ich zu keinem Zeitpunkt des Rennens attackiert, sondern die Sache einfach solide durchgezogen“. Die Uhr blieb für Huber dann nach 7:36:22 Stunden stehen, was in Summer aller Kategorien den 75. Gesamtplatz und den 8. Platz in der Altersklasse der 45- bis 49-Jährigen bedeutete. Die Zeiten sind nicht mehr vergleichbar früherer Jahre, weil in diesem Jahr die Radstrecke komplett verändert und vor allem die zweite Laufstrecke größtenteils verändert wurde – laut Huber aber dürfte der Kurs eher schneller geworden sein. 41:26 Minuten betrug die Laufzeit für 9,5 Kilometer in den Laufschuhen, 4:26:03 für 143 Kilometer auf dem Rad mit 1800 Höhenmetern und 2:25:42 Stunden für 29,7 Kilometer Laufen – beide Laufstrecke auch mit ordentlich Höhenmetern.

Ob Huber wieder kommen wird, lässt er offen. „Eigentlich ist meine Mission erfüllt. Und die Streckenänderungen führen halt dazu, dass das nicht mehr mein geliebtes Rennen ist. "Zudem hat Huber heute gar nicht mehr die Zeit und vor allem auch nicht Lust so viele Stunden ins Training zu investieren, um derartige Strecken zu bewältigen. „auf der anderen Seite ist das hier wie nach Hause kommen und der Kreis der Powerman-Duathleten ist einfach ein entspannter, familiärer Kreis – hier fühlt man sich einfach wohl.“

Die goldene Startnummer beim Powerman in Zofingen berkommt, wer zehnmal ins Ziel kommt.

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