Die aktuelle Saison der Amberg Mad Bulldogs wird anders, aber nicht leichter. Nicht nur weil der Football-Regionalligist vom Stadionumbau am Schanzl betroffen ist, auch die Regionalliga und deren teilnehmenden Teams haben sich verändert. Das Potential in der Liga ist aufgrund der ehemaligen Mannschaften der German Football League 1 und 2 (GFL) Kirchdorf Wildcats, Fursty Razorbacks und Nürnberg Rams deutlich gestiegen. Obwohl auch Amberg mit den drei Importspielern Justin Willis, Justin Williamson und Denzel Campbell aufgerüstet hat, werden die Oberpfälzer nicht ganz oben mitspielen.
"Wenn ich jetzt sage, wir sind personaltechnisch so gut aufgestellt wie noch nie, dann sind wir halt trotzdem ein klassisches Regionalliga-Team", erklärt Michael Sandner, Pressesprecher der Bulldogs. Die ehemaligen GFL1- und GFL2-Teams seien laut Sandner "ein anderes Kaliber". Was die Personalstärke an sich angeht, seien die Bulldogs so gut aufgestellt, wie noch nie. Die Spieler pendeln unter anderem aus Bayreuth, Nürnberg und Kelheim ins Training.
Das Ziel ist deshalb klar, aber bescheiden. "Der Klassenerhalt und ganz gut mitspielen, sage ich mal, das obere Mittelfeld ist für uns völlig in Ordnung", erläutert Sandner. Am Sonntag (15 Uhr) geht's für die Amberger direkt zum Favoriten Nürnberg Rams – dann wird sich zeigen, wie gut die "Dawgs" mit den vermeintlich Großen mithalten können. Sandner warnt allerdings vor den Top-Mannschaften. "Das sind einfach generell starke Teams. Die machen uns jetzt nicht unbedingt Angst, aber sagen wir mal so, vor solchen Gegnern hat man natürlich vielleicht ein bisschen mehr Respekt. Da ist ein bisschen mehr Konzentration da gefordert, als gegen ganz klassische Regionalliga-Teams."
Am 3. Mai müssen die Amberger erst Mals im Schanzl ran. Zuschauer müssen sich aufgrund des Stadionumbaus allerdings auf einige Veränderungen einstellen. Die Tartanbahn des Stadions wird grundsaniert. Wo früher die rote Leichtathletikfläche war, ist aktuell ein großer Graben. Da gut besuchte Spiele bis zu 900 Zuschauer anlocken, habe man sich bereits früh Gedanken über die Rahmenbedingungen gemacht. "Wir haben einfach im Vorfeld schon sowohl mit unserer Liga abgeklärt, dass es da gewisse Einschränkungen geben wird, und ich muss aber ehrlich sagen, bei uns hat die Kommunikation gerade mit dem Hauptverein ganz gut funktioniert, und wir wussten relativ fix, welche baulichen Einschränkungen es gibt, ich habe es ehrlich gesagt genauso befürchtet, wie es gekommen ist", äußert sich der Pressesprecher zum Stadionumbau.
Aufgrund der geringeren Feldbreite und der benötigten Teamzone ist die Breite des Platzes nicht das Problem der Footballer. In der Endzone (der letzten Zone vor Spielfeldende) ist hingegen der Auslauf kürzer als gewohnt. Problematisch sei besonders die Tribünensituation. "Wir versuchen uns einfach, darauf einzustellen, indem wir jetzt schon im Vorfeld unser Programm ein bisschen umorganisieren. Indem wir den Aufbau anders machen", fügt Sandner an. So soll's dann aussehen: "Wir werden die Gegengerade dieses Jahr, soweit es geht, nicht nutzen, weil das ja einfach sicherheitstechnisch gerade fast nicht machbar ist. Die Haupttribüne soll indessen für die Fans zugänglich sein.













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